Tomáš Pospíšek's Notizblock

Zügeln

Woaaaahhhhhh, so ein Puff!

Tomáš Pospíšek, 2014-10-05

Burj Dubai Lauch

Leider wurde er von einem Monster zerstört, das ihn an Curry und Petersilie gedünstet und mit Tortellini verspiesen hat.

Tomáš Pospíšek, 2014-10-05

list all installed Debian root packages and all dependencies

The following script will list all installed packages that are depended upon by other packages - prefixed with "dependency" in the listing and all packages that are not depended upon by other packages - prefixed with "root" - in the listing.

#!/bin/bash
        installed_packages=$( dpkg --get-selections | sed 's/\s.*//' )
        
        for p in $installed_packages; do
          dependents=$( apt-rdepends --state-follow=Installed --state-show=Installed -r $p 2>/dev/null )
          if [ "$p" == "$dependents" ]; then
            echo "root $p"
          else
            echo "dependency $p"
          fi
        done
        

Tomáš Pospíšek, 2014-08-18

Getting Viber 4.2.2.6 to run under Debian

AFAIK viber only runs under Debian testing aka jessie.

Even after reporting and receiving an email from Viber support, that they would include package dependencies for their Debian viber package, the current viber.deb still doesn't have any dependencies in the package.

Moreover the Viber Debian package is not named in a proper way, so one can not know before downloading and inspecting the package, whether Viber has released a new, updated Debian package of their application.

Allthough the viber application runs reasonably fine under Debian/Linux, it does look like there's a noob at Viber that does the Debian packaging.

Anyway, here are the dependencies for Viber 4.2.2.6 under Debian:

Depends: libx11-6:amd64, libxext6:amd64, libxrender1:amd64, libxcomposite1:amd64, libxslt1.1:amd64, libgl1-mesa-glx:amd64, libxi6:amd64, libssl1.0.0:amd64, libgstreamer0.10-0:amd64, libgstreamer-plugins-base0.10-0:amd64, libsm6:amd64: libxkbcommon0:amd64
        

There was one interesting aspect of determining the right dependencies for the viber app: when starting the app, the Linux linker would complain about missing libraries.

However, even after installing all the libraries that the linker would ask for, the application would still not start. So I did strace the viber app and voilà, it was trying to load libSM.so.6. After also installing that library, viber would start.

Tomáš Pospíšek, 2014-08-10 (Updated on 2014-09-11 - added libxkbcommon0:amd64 dependency)

Weltreise Artikel

Schaffhausen-Istanbul
Istambul-Terme
Ost-Rom
Eine wunderbare Art des Lebens
Terme-Trabzon. No more türkische Schwarzmeerküste
Trabzon. Was ist Reisen?
Trabzon-Sumela-Ducato-Bashing
Fixing my Linux installation
Why ever leave?
Georgien-Türkei
Inscriptions on Tombs of the British World War I Cemetry on Gelibolu/Turkey
Efesus/Turkey
Unsere Medien und der Iran
Wasser

Wasser

Der allergrösste Teil des Irans ist Wüste, die im Norden vom Kaspischen Meer und Gebirgen, im Westen und Osten ebenfalls von Gebirgen und im Süden vom "Persischer Golf" genannten Meer eingeschlossen wird.

Turkmenistan ist ebenfalls, zu 4/5 Wüste, im Westen vom Kaspischen Meer, im Süden und im Osten von Gebirgen und im Norden vom grossen Amu Darja Fluss begrenzt, der sich in die Wüste, bzw. in den Aral See ergiesst.


(Wüste)

Die umgebenden Gebirgszüge zeichnen sich dadurch aus, dass aufgrund der kühleren Höhe und der sich dort eher stauenden und niederschlagenden Wolken die Lebensbedingungen günstiger sind, und die Gebirgszüge sowas wie vegetative Ringe um die Wüsten bilden.

In Mitteleuropa ist Wasser kein Thema. Es regnet, im Frühling grünt es, in manchen Jahreszeiten geht einem der Regen auf den Sack.

Aber im Iran, in Turkmenistan und wahrscheinlich auch in Usbekistan, welches wir im Moment bereisen, ist Wasser alles; natürlich: das grosse Geld kommt vom Öl beziehungsweise vom Gas.

Aber das Leben kommt - und das wird einem in diesen Ländern glassklar - vom Wasser.

Im Iran fährt man stundenlang durch die Wüste, und immer wieder sieht man kleinere und grössere Krateransammlungen - Schächte hinunter zu "Qanats" (woraus später wohl das italienische "Kanal" wurde), welche Wasser von Quellen zu Verbrauchern transportieren.


(Qanat Schacht - im Hintergrund weitere, welche zu den Bergen hin gehen)

Einer der längsten, und gleichzeitig ältesten Qanats führt nach Yazd im Iran, einer Wüstenoase und ist 90 Kilometer lang. Die Qanats funktionieren nur durch Neigung und verlaufen teils bis zu 100 Meter unter der Erdoberfläche.


(oberirdische Wasserleitung - mit Fischen drin!)

Qanats wurden von Hand gegraben. Und wo das Wasser hinkommt - mittels Qantas, Flüssen oder Quellen, wird es unglaublich grün.

Nach Esfahan im Iran fährt man weit, weit durch gebirgige, steinige und flache, sandige und erdige Wüsten, immer nur sehr leicht, von meterweit voneinander entfernten graubraunen, manchmal blassgrünen Büschchen bewachsen.

Dann kommen unerwartet Felder, Schilf, Pinienheine und man fährt ein, auf plötzlich von saftigen Laubbäumben überdachten Strassen in eine grüne Stadt. Der Eindruck ist atemberaubend. Esfahan ist eine der schönsten Städte der Welt.

In Yazd hat es überall wunderschöne Wasserspeicher unter grossen Kuppeln mit windfangenden Türmen, welche zum Kühlen Luft über Wasser in Häuser leiten.


Und manchmal stehen mitten in der Wüste kleine Kuppeln mit steil in die Erde zu einem kleinen Wasserspeicher führenden Treppen.


In Turkmenistan ist der Amu Darja, ein riesiger Fluss, der Quell des Lebens. Die Kulturen der Region entstanden an diesem Fluss und schon lange wurde das Wasser des Amu Darja in Kanälen in fruchtbare Gebiete umgeleitet und so genutzt.


(Wasserkanal)

Überall wohin die Kanäle reichen ist die Oberfläche grün und ertragsreich.


(alles grün)

Und wo sie nicht hinreichen ist Wüste oder Halbwüste.


(ohne Wasser - nicht mehr so grün)

Auf Ihre Art sind die Kulturen dieser arriden, wüstenartigen Region, Perser und die Völker Zentralasiens grosse Meister des Wassers. Grosse Meister des Umleitens- und Sammelns des Wassers.

Tomáš Pospíšek, 2014-06-15

SBB hoert

Um von Schaffhausen nach Zürich zu fahren gibt es zwei Möglichkeiten:

die letztere Strecke heisst bei der SBB "via Eglisau". Das Problem ist nur, dass dies nirgends auf irgendeine Weise angegeben ist. Weder in den online Fahrplänen, noch in den Details zur Strecke, im Falle dass der Zug in Eglisau nicht hällt - was selten der Fall ist, noch an den Anzeigetafeln, noch am Zug. Erst wenn man am Automaten das Billet ausgeben will, wird man konfrontiert mit der Frage "via Eglisau oder via Winterthur?" (und leider noch mit anderen Wahlmöglichkeiten).

Nun, man steht am Bahnhof, der Schalter ist geschlossen, kein SBB Offizieller weit und breit zu sehen und in wenigen Minuten fährt ein Zug welcher mit "Schaffhausen - Zürich" (ohne Halt) angeschrieben ist. Welches Billet soll man nun kaufen? Jenes via Eglisau, das billiger ist, oder jenes via Winterthur, bei welchem man nicht riskiert in der Kontrolle abgezockt zu werden, falls der Zug nicht "via Eglisau" fahren sollte?

Wie soll man das wissen? Auf welche Weise soll man herausfinden, ob ein bestimmer Zug via Eglisau fährt oder nicht? Was sollen Touristen machen, welche sich noch weniger auskennen, als "ich Schaffhauser"?

Ich hab dies also am Schalter reklamiert, bekam ein Email vom Kundendienst und habe dann via Email einen Dialog mit dem sehr kompetenten Kundendienst (David Trachsler, Kundendienst Region Zürich) geführt.

Es stellte sich heraus, dass die SBB die Problematik versteht, sich dieser bewusst ist und Ende 2014 die Billete vereinheitlichen wird, d.h. es wird nicht mehr Billete entweder via Eglisau oder via Winterthur geben sondern nur noch eines. Und der Preis für das neue einheitliche Billet wird nicht der Preis des teuereren Billets sein, sonder man staune, derjenige des billigeren (via Eglisau).

D.h. die Preise für Pendler zwischen Schaffhausen und Zürich werden sich nicht schon wieder massiv verteuern.

Ein Lob der SBB, dass sie auf ihre Kunden hört. Hoffen wir, dass dies eine Trendwende ist, nachdem ich in den letzten Jahren den Eindruck hatte, die SBB wäre taub und die Kunden wären ihnen egal.

Ich hatte letzthin ein Gespräch mit einem Kollegen über Firmen und Institutionen welche Ihre Kunden anlügen und deren Ziel es ist mit allen, auch knapp an Betrug grenzenden Methoden Geld aus Ihren Kunden zu ziehen. Das möchten wir nicht. Das Ziel muss sein untereinander ehrlich und fair zu sein. Wir fanden, man sollte eine Organisation gründen, welche solche Firmen und Instutionen an den Pranger stellt und Labels vergibt.

Mit diesem Blog möchte ich auch dazu beitragen zu zeigen, dass es sehr wohl möglich ist, in diesem Fall eine Staatsfirma dazu zu bringen, den Service transparenter, verständlicher, weniger hinterhältig zu machen.

Tomáš Pospíšek, 2014-05-14

Unsere Medien und der Iran

Welche Vorstellung haben wir, Westler, vom Iran? Woher kommen diese Vorstellungen? Bevor wir in den Iran kamen, hatte ich wohl die typischen, landläufigen Vorstellungen vom Iran:

Warum habe ich oder haben wir diese Vorstellung vom Iran? Es sind die Medien, welche uns dieses Bild vom Iran zeichnen. Und, trotz unserer Bildung, welche uns bewusst macht, dass es nur ein selektives, vielleicht einseitiges Bild ist, welches wir von den Medien vermittelt bekommen, können wir uns dieser vermittelten Vorstellung nicht erwehren.

Dieser Sachverhalt ist ganz und gar nicht trivial. Die USA und, geografisch näher bei uns, Grossbritanien, haben vor nicht so vielen Jahren einen Eroberungskrieg gegen den Irak durchgeführt, welcher genau auf diesem Bild fusste.

Gleichermassen unterliegt der Iran seit nun dreissig Jahren einem strengen Handelsembargo, welches sehr starke Auswirkungen auf das Land hat.

Beispiel: Geldtransaktionen mit dem Iran sind wegen der Sanktionen nicht möglich. Das heisst z.B. dass ich, als Reisender, keine Geldautomaten verwenden kann und auch keine Geldüberweisung bekommen kann. Ich muss also vor dem Grenzübertritt sehr viel Bargeld (USD oder EUR) organisieren und mit ins Land nehmen. Geht mir das Geld aus, dann muss ich aus dem Iran ausreisen. Iran ist halb so gross wie Europa, d.h. um wieder zu Geld zu kommen muss ich unter Umständen aus dem Süden Irans zurück in die Türkei (zusammen mit Armenien die einzigen für mich visumsfreien Nachbarländer Irans) fahren und aus dem Iran ausreisen. Zurück kann ich dann aber nicht mehr, da ich dafür ein neues Visum benötige. Die Distanz die ich in diesem Fall nur für's Geld Abheben zurücklegen muss entspricht dabei einer Reise von Italien nach Dänemark.

Die Generation der Iraner, welche in der Zeit des Handelsembargos aufgewachsen ist, ist jetzt 30 Jahre alt und steht somit mitten in der Iranischen Gesellschaft und muss nicht nur diese sondern auch viele andere Konsequenzen des Embargos ertragen.

Dieses Embargo ist dem Land von mehrheitlich demokratisch regierten, d.h. vom Volk legitimierten Regierungen verhängt worden.

Die Bevölkerung dieser westlicher Länder, kriegt von den Medien ein extrem verzerrtes Bild vom Iran vermittelt und trägt dann die Entscheidungen ihrer Regierungen mit (legitimiert diese also) oder leistet Wiederstand, im Falle, dass sie mit den Entscheidungen der Regierung nicht einverstanden ist.

Unsere Massenmedien, unsere Tagesschauen und Tageszeitungen zeigen nie die Normalität. Sie zeigen nie den normalen, alltäglichen Iran. Sie zeigen nicht, dass der Alltag sich darum dreht, dass normale Väter ihre Kinder in die Schule bringen müssen, die Angestellte am Bankschalter dem Kunden die Pension auszahlt und dass es diese Dinge sind, welche den Menschen am nächsten sind und sie ihr Leben so führen können wollen, dass sie keinen Ärger, von welcher Seite auch immer haben. Die Mehrheit der Menschen im Iran ist der offiziellen Kirche oder Lehre ähnlich stark verbunden, wie es der Fall in Europa ist und Islamismus ist für den normalen Menschen kein Thema mit Realitätsbezug.

Das Bild welches wir vermittelt bekommen und welches als Legitimation des politischen Handelns dient hat sehr konkrete Folgen: zum Beispiel frisst die Inflation den Menschen im Iran die Pension auf.

Jemand im Iran hatte mich enthusiastisch darauf angesprochen, dass das Internet es den Menschen ermöglichen würde, dem Rest der Welt näher zu kommen. Ich glaube dies nicht. Zumindest nicht in dem Sinne, dass das Vorhandensein potentiel direkter Kommunikationskanäle und offen erreichbarer Informationen die Menschen dazu führt sich besser zu verstehen.

Das Internet ist voll von Information, welche jeder theoretisch lesen könnte, um mehr Wirkliches über Menschen zu erfahren, welche in einem anderen Kontext leben als man selbst. Die meisten jungen Iraner sind - trotz Verbot - auf Facebook. Iraner sind, gleich wie Schweizer, mit eigenen Seiten, auf Wikipedia, auf Facebook, in sozialen Netzwerken etc. präsent. Aber der direkte Kontakt, die Vermittlung der Lebensrealität findet kaum statt.

Ich glaube, dass Menschen nur einen Bezug zueinander bekommen können, in dem sie etwas miteinander teilen. Am häufigsten teilt man den Alltag miteinander. Aber man kann sich auch ein Projekt, mittels gemeinsamer Zusammenarbeit teilen. In dem Sinne ermöglicht das Internet das Zusammenkommen von verschiedenen Menschen, welche über das Internet gemeinsame Interessen verwirklichen. Im Debian.org Projekt beispielsweise arbeiten Menschen aus verschiedensten Ländern zusammen. Es liegt im Interesse der gemeinsamen Sache, sich um das wohl aller am Projekt arbeitender zu kümmern. Auf diese Art entsteht ein Bezug, vielleicht später direkter Kontakt und vielleicht Austausch zwischen den einzelnen.

Im Westen werden die Medien als fünfte Gewalt im Staat und somit als essentielle Institution für das gute Funktionieren der Gesellschaft verstanden. Die Funktion der Medien soll dabei sein, kritisch und unabhängig zu sein und so ein Gegengewicht zu den anderen Gewalten zu bilden.

Aber objektiv, im dem Sinne, dass die Medien eine ausgewogene, vielseitige und umfassende Sicht auf die Welt liefern würden, sind sie offensichtlich nicht.

Im Moment wird das Schicksal der Ukrainer neu verhandelt. Auch dort vermitteln uns die Medien ein Bild. Unsere Regierungen beziehen in diesem Konflikt basierend auf diesem Bild Positionen.

Tomáš Pospíšek, 2014-03-14

Efesus

(in der Türkei)

Warmluftheizung (im Hamam) in Efesus um's Jahr 340 nach Christus.

Einkaufszettel. Zu beachten: der Eintritt in die Termen (welche wohl Hamam-Style waren) kostet weniger als Haselnüsse.





Efesus' Einwohner hatten offensichtlich einen guten Geschmack und einen florierenden Handel. Man beachte die verschiedenen eingesetzten Marmorarten und Stücke, welche aus dem ganzen Mittelmeerraum stammten.

Tomáš Pospíšek, 2014-02-19

Inscriptions on Tombs of the British World War I Cemetry on Gelibolu/Turkey

This year is the 100th anniversary of WW1. I think it's worth to give WW1 some space to reckon about it. Plenty of insights coming to me while being confronted to its history etc.

This is one bit of a contribution to the subject.

Tomáš Pospíšek, 2014-02-14

Georgien, Türkei

Wir waren in Serbien, dann der Türkei (Bulgarien haben wir durchfahren), dann in Georgien, dann in Aserbeidjan und dann wieder zurück in der Türkei.

Wenn ich mit Freunden sprach, dann stäubten sich manchen die Nackenhaare: "was Ihr fährt in die Türkei, oh Gott, willst Du das nicht besser lassen?". "Was Aserbeidjan?!". "Georgien (war da nicht Mal ein Krieg mit...)".

Ich selbst mal mir jeweils aus, was alles schlimmes passieren könnte in einem Land, von dem ich im vornherein noch nichts weiss ... und dann kommen wir mit Angstschweiss da an und ... es passiert nichts, die Leute sind freundlich.

Das ist bisher nach wie vor, eine der grössten Erkenntnisse: die Menschen sind überall freundlich.

Aber wer weiss, was nicht ist kann ja noch werden, vielleicht warten die bösen Menschen noch auf unserem Weg auf uns.

Aber was heisst böse? Dass man seine eigenen Interessen über die der anderen stellt? Dass man anderen schadet? Dass man Freude hat am Schaden, am Schmerz, am Leid der anderen? Dass man nicht hinschaut?

Manchmal frag ich mich, wieviele Menschen jeder von uns Menschen im Westen schon indirekt via Ressourcenkonsum getötet hat. Wenn die USA eine Invasion in den Irak machen, damit die Ölzufuhr in den Westen stabil bleibt? Wenn in Afrika die Zivielbevölkerung zwischen die Fronten im Kampf um seltene Erden gerät, welche für unsere Handys benötigt werden. Wenn Ölkonzerne ganze Landstriche verwüsten, Kriege mitfinanzieren und Regierungen korrumpieren. Wieviele Tote pro Kopf macht das?

Ist es böse, wenn Juden an der Grenze abgewiesen werden? Oder wenn der Souverän bestimmt, dass Menschen ohne Pass kein Recht auf Einreise oder Asyl haben? Oder wenn wir wissen, dass wir unseren Konsum- und Komfortrausch auf Kosten unserer Kinder und aller folgenden Generationen ausleben und trotzdem nach wie vor Vollgas geben?

Ich hoffe, dass wir weiterhin überall, in allen Ländern, die wir besuchen, freundliche Menschen antreffen werden.

Tomáš Pospíšek, 2014-02-05

Why ever leave?

Gelibolu Halbinsel - klicken für grössere Version

Tomáš Pospíšek, 2014-02-01

Apple's iPad Cable

After loosing our iPad's first cable on the turkish black sea coast, we bought a no name replacement one somewhere before Samsun. Allthough the seller assured us it would work, it barely was able to charge the iPad, taking days and after a couple of days it started having contact problems.

So after cursing the Chinese producers for a while we searched for a real Apple dealer for a long time, and finally found one in Tbilisi (!) and bought the original Apple plug and cable for fucking 40 Euros.

But - Apple's original plug and cable also took half an eternity to charge the iPad (less though than the no name product) and also had contact problems.

I thought, maybe the stupid iPad is not made for kids' usage and needs a very tender treatment of the iPad's side plug...

But then, back in Istambul, I found this on the street:

Turns out we're not the only ones that have problems with the bloody Apple cable. It's Apple that has deemed the looks of its cable more important than robustnes and reliability and does not shy away from charging its customers 40 Euros for it's piece of shinily designed replacement trash.

Tomáš Pospíšek, 2014-01-28

Fixing my Linux installation

I'm trying to run my HP 6710 series laptop in a camper.

The laptop is sucking far too much power - the main reason is that it contains an AMD Seymour Radeon HD 6400M/7400M Series discrete graphics chip that apparently can't be switched off and completely randomly switches itself on and empties the laptop batteries within about 10 minutes.

So I need to recharge it. Often. That HP laptop is a real shit.

First try with recharging in my camper was with a 12V to 220V inverter. However that setup is apparently wasting so much power in the 12V -> 220V -> 19.5V -> battery charging process that the camper battery is emptied rapidly.

The camper battery is a larger than usual one, and it is separate from the engine starter battery. However due to unknown cause - maybe the camper internal charging system is not well designed or maybe the cabling has rotten over time - the camper battery is charging extremely slowly. So the laptop will empty the battery faster than casual traveling will be able to refill it.

So I tried a 12V to laptop tension transformer (15-24V). The outcome is similar. The laptop is pulling current too hard.

While testing the power supply I pulled out the laptop batteries to check whether maybe the laptop can be operated directly from its 19.5V input instead of needing to go through the intermediate battery charging process. It can't. What a shitty HP laptop.

But in addition, pulling out the batteries was able to break the ext4 filesystem. It wouldn't be able to find its journal any more.

In order to fix that I had to:

Some additional things that would not work in the process:

All this took the larger part of a day. Now at least and last I have a working computer again.

Computer technology seems mostly broken these days.

And we're not even exploring the fact that most of today's applications are addicted to the internet and or are required to report back to the spy big brothers in the background without interruption and so are mostly unusable when you are in a offline place on this big earth.

Tomáš Pospíšek, 2013-10-30

Weltreise: Trabzon-Sumela. Ducato Bashing.

Nächster grösserer Stop nach Terme war Trabzon an der Küste. Von dort aus fuhren wir nach Sumela (oder Sümela je nach Quelle), einem Kloster das pitoresk in einer Felswand gebaut ist.

In der dortigen Kirche sind Schicht über Schicht von Zeichnungen sichtbar. Aufgrund seiner geschützten und sehr guten strategischen Lage her könnte man vermuten, dass die Schichten wohl bis in die Steinzeit reichen könnten.

The Flachland-Ducato

Die Fahrt hinauf war abenteuerlich: die Strasse ist zwar gut, aber ziemlich steil, feucht vom Wald und eng. Unser Fiat Ducato Camper hat den Antrieb ganz vorn, fast am äussersten Ende. Doch ein Grossteil des Gewichts ist hinten. Der Motor ist für das Gewicht zu schwach. Um den Mangel auszugleichen hat der Motor einen Turbo, der aber nur bei hohen Umdrehungen einsetzt.

Durch eine Schutzeinrichtung, kann man den ersten Gang erst einlegen, wenn das Auto fast steht..

Man fährt also bergauf, der Motor mag nicht, man muss den ersten Gang reintun. Damit das geht, muss man fast anhalten. Aber da jetzt zu wenig Gewicht vorn ist, kann man aus dem Stand nicht anfahren, da die Räder durchdrehen. Im zweiten Gang Anfahren geht nicht: entweder dreht man den Motor auf, und verbrennt die Kupplung, oder man hat ohne Turbo bei tiefen Umdrehungen keine Kraft.

Ich bin als unerfahrener Grünschnabel somit im ersten Gang fast mit Vollgas die steile Strasse hinauf und bald schon kochte das Kühlwasser...

Eigentlich hatte ich den Ducato wegen dem beachtlichen Bodenabstand gekauft, in der Annahme, man könne mit ihm dann auch in unebenem Gelände fahren.. nun ja, so täuscht man sich; mitlerweile hat die krass harte hintere Starrachse in Zusammenarbeit mir den östlich von Italien häufigen und unvorhersagbaren Schlaglöchern unsere Teller von 7 auf noch 3 dezimiert...

Tomáš Pospíšek, 2013-09-13

Weltreise: Trabzon. Was ist Reisen?

Bei Trabzon ist es Katalin vom Fahren übel geworden und Taisto hatte Hunger. Ich sah eine Bäckerei und hielt. Ich schaute aus dem Fenster und sah, dass ich vor einer Schreinerei zum Halten gekommen war.

Was für ein glückliches Zusammentreffen: Katalin konnte an die Luft und ging zusammen mit Taisto in die Bäckerei etwas zu Essen kaufen und ich fragte den Schreiner, ob er mir Platten für unseren Schrank/Gestell zusägen könnte.

Die kostbaren Ereignisse ergeben sich eigentlich immer aus der Bewegung und fast immer bei einem Zusammentreffen mit Menschen.

Bewegung im Sinne:

Nicht bewegen aus Ruhelosigkeit, als Gehetzt sein, sondern als ein dafür sorgen, dass das Universum immer wieder Gelegenheit und Raum bekommt sich zu ändern und sich zeigen zu kann in seinen unerwartbaren Facetten.

Warum Menschen wohl die Katalysatoren dieser Offenbarungen sind?

Vielleicht, weil jeder Mensch seine ganz einzigartige Geschichte ist und diese in seinem Handeln und Denken zum Erscheinen und zum Ausdruck bringen kann. Weil Menschen ein so weites Ausdrucks- und Handlungs- und Entscheidungsspektrum und Freiheit haben?

(Während ich dies schreibe steigt Rauch aus einem Fabrikschlot, verwandelt sich in ein Gesicht, das gegen den Himmel schaut, bekommt einen langen, weissen Bart und löst sich auf.)

Der Mensch, diese Reise, haben ein Tempo. Wenn sich zu vieles ändert, löst sich die Ordnung, die Strukturen, der Mensch im Sog des weissen Rauschen der Ursuppe auf. Der Zerstörung macht Neuem Platz. Die Angst, die Kontrolle, der Respekt vor dieser Gefahr darf aber nicht so hoch sein, dass sie zur Erstarrung in der total kontrollierten Sicherheit wird.

Tomáš Pospíšek, 2013-11-06

Weltreise: Terme-Trabzon. No more türkische Schwarzmeerküste

Nach Terme verläuft die Autobahn nur noch bei Ordu nicht mehr direkt an der Küstenlinie. Danach gibt's, über hunderten von Kilometern bis an die georgische Kiste hinauf nur noch Autobahn am Meer:

Dieses Foto dekoriert irgendwo ein Restaurant, wo es keinem den Appetit verdirbt.

Es stellt nicht eine Ausnahme, sondern den Ist-Zustand dar: links das Land, eine Stadt oder das Gebirge, dann gegebenenfalls Auffüllung, damit die Autobahn schön gerade verlaufen kann, dann die Autobahn und dann einen Damm aus Felsblöcken direkt ins Meer.

Die Türkei hat ihre komplette Nordostküste gekillt. Der Tourismus wurde in Perfektion ausradiert. Auf der anderen Seite muss aber gesagt werden, dass sich an diesem langen Autobahnabschnitt eine Stadt an die andere reiht. Wirtschaftlich scheints also funktioniert haben...

Tomáš Pospíšek, 2013-09-13

Eine wunderbare Art des Lebens

Mit Katalin gingen wir dem stürmenden Meer entlang an einer trockenen Flussmündung vorbei. Ich hatte einen schönen Stein und ein Meeresschneckenhäuschen in der Hand, und da ich sie nicht mehr tragen mochte legte ich sie halb gedankenverloren oben auf einen Stein.

Als wir zurückgingen kamen wir am Stein vorbei und ich sagte zu Katalin "schau, jemand hat einen schönen Stein und ein Schneckenhäuschen hingelegt".

"Warum wohl?", meinte Katalin, "Er wollte den Fluss und das Meer verschönern, als Geschenk". Sie hielt inne, "gell, Du glaubst mir nicht Papa".

Ich überlegte, "doch, ich glaube Dir".

Tomáš Pospíšek, 2013-09-15

Weltreise: Ost-Rom

So, so, Byzanz

An einem strahlend blauen und warmen Tag hielten wir an einem langen, schönen Strand in einem Ort namens Terme - auf lateinisch also Bad bzw. Thermen.

Hier, genau an dem Ort, wo unsere Hinterteile am Strand den Sand berührten, und wir die freundliche Wärme und das Meer genossen, sassen wohl vor rund zwei tausend Jahren "Römer" und taten und genossen, genau das gleiche.

Je näher wir Istambul gekommen waren, um so gegenwärtiger wurde mir die Geschichte von Byzanz und Konstantinopel. In der Schule wurde, so scheint mir, die Geschichte dieser Gegend immer unter der Perspektive eines "Gegenpols" betrachet - unsere Kultur, und dann die "der anderen", vielleicht jene der Orthodoxen. Jedenfalls nicht unsere Geschichte.

Ich schlug in Wikipedia nach, und erfuhr zu meinem Erstaunen, dass sich das Römische Reich irgenwie, offenbar unmerklich, wann scheint eine Interpretations- frage zu sein, in zwei teilte. Die Bewohner von Byzanz nannten sich aber gar nicht Byzantiner oder Konstantinopler, sondern waren Römer. Es war das gleiche Rom wie vorher. Und irgendwann fingen die Bewohner dieses, auch in seinem Umfang mehr oder minder definierten oder definierbaren, und sich ändernden "Landes" an griechisch zu reden. Ja, griechisch.

Zumindest in offiziellen, Handels- und ähnlichen Angelegenheiten.

Gemäss Wikipedia empfanden sich die Griechen Griechenlands noch im 18. Jahrhundert als Römer bzw. Erben des Römischen Reiches und die Griechische, bzw. Hellenische (Griechenland auf griechisch heisst (H)ellas) Identität scheint ein Kunstgriff 2000 Jahre zurück an einen als passend erscheinenden Moment der Geschichte zu sein.

Istambul besteht aus einer unglaublichen Tiefe an Geschichte: in Istambul steht ein mega massiver Obelisk, den irgendwann vor mehr als einundhalbtausend Jahren irgendein Herrscher aus Ägypten mitgenommen hat.

Was es zu der Zeit überhaupt für Strassen gegeben haben mag? Und jemand hat dann den Transport eines vielleicht über tausend Tonnen schweren Steines über tausende von Kilometern organisiert?

Und dieser Granitstein, der vielleicht vor zweitausendfünfhundert Jahren gehauen wurde, steht tausendfünfhundert Jahre später immer noch da, am gleichen Platz und sieht aus als wäre er frisch, die Hieroglyphen von einer bemerkenswert wohlgeformten, modernen Abstraktheit. Vitra hätte dafür einen Designpreis bekommen. Herzog und Demeuron könnten sich mit ihm brüsten.

Inzwischen ist Istambul abgebrannt, es gab ein Paar grössere Kriege, Istambul wurde einigermassen verwüstet, es kamen und gingen die Osmanen und der Obelisk hat sich nicht gerührt und blieb so, wie er war.

Man spaziert also in Istambul herum und sieht an den Monumenten die anderen Touris: Gruppen von oben bis unten in Schwarz gehüllter "Ninja" Frauen, mit nur einem Schlitz im Stoff aus dem zwei Augen schauen - offenbar aus irgendwelchen wohlhabenderen, radikaltraditionellen arabischen Ölländern - Fernost-Asiaten, "*Stan"-Asiaten, welche halb nach Europäern und halb nach Schlitzaugen aussehen.

Aber auch die Türken sind sehr bemerkenswert: in einer einzigen Familie scheinen die Hautfarben von sehr dunklem khakigraubraun bis zu einem "etwas zu sehr bleichem", vielleicht an Finnen erinnerndem Weiss gehen zu können. Es verleitet einen zum Gedanken, der genetische Reichtum der Türken sei unvergleichlich höher als z.B. jener der Schweizer -

Bzw. dass Istambul schon seit sehr, sehr langer Zeit, vielleicht schon seit länger als Menschengedenken, ein Epizentrum des Austausches sein muss. Ein Kommunikationspunkt und eine Übersetzungsschnittstelle zwischen Kulturen und Kontinenten.

Istambul wird in unseren Medien kaum erwähnt, ist aber ein in sich ruhender Koloss, der, da Angelpunkt, nur noch bedeutender werden kann.

Wenn man das türkische Grenzprozedere über sich ergehen lassen muss, und die Kilometer sich stauender Lastwagen sieht, denkt man, dass ob der diesem Fluss und Austausch in den Weg gestellter Hindernisse, das Hirn des Landes sich der einzigartigen Position wohl nicht bewusst sein kann.

Tomáš Pospíšek, 2013-09-23

Weltreise: Istambul-Terme

Istambul

Istambul hat den Kindern sehr, sehr gefallen. Wir haben die wunderschöne Blaue Mosche, Aya Sofia, Topkapı, und die Zisternen besucht. Alles herausragende, interessante Bauwerke.

Die Aya Sofia, welche heute von Wachen mit Maschinengewehren bewacht wird, enthält sowohl grosse Jesus, Maria und Engelsbilder, als auch islamische Inschriften. Was für eine grossherzige Toleranz da Mal geherrscht hatte...

Aber am meisten hat den Kindern wohl die Lebendigkeit der Stadt gefallen. In den Einkaufsstrassen der "Einheimischen" der Altstatt geht alles drunter und drüber, es werden Enten verkauft, gebratene Maiskolben, es hat Strassen mit Schuhläden, Strassen mit Schraubenläden, Strassen mit Elektronikläden...

Nach ein Paar Tagen verliessen wir Istambul in Richtung Schwarzmeerküste.

Safranbolu

Zuerst durch flaches Gebiet, dann durch hügelige, bergige, meist menschenleere Gegenden kamen wir in dem bekannten Safranbolu an. Im September hat's in der Türkei praktisch keine ausländischen Touristen mehr - pro Tag sehen wir vielleicht einmal ein ausländisches Nummernschild - aber es immer überall ein wenig türkische Touris, und so waren in den Gässchen die hübschen Läden, welche verschiedene handwerkliche Nipes anbieten geöffnet.

Die Kinder waren überglücklich über zwei handgemachte, hölzerne Ninjaschwerter, mit denen sie die nächsten Paar Tage ohne grössere Verletzungen und Streit kämpften.

Von Safranbolu gelangt man durch wunderbare, an die Schweiz erinnernde Berglandschaften langsam zum Meer und zur im Bau befindlichen Autobahn.

WILLE ZUR AUTOBAHN

Diese Autobahn ist in der Folge über lange Strecken direkt am Meer gebaut. Man fährt am Meer, was sehr schön ist, alle Städte sind rechts, fast perfekt vom Meer abgetrennt, und links ist das Meer.

Und da es zwischen Autobahn und Meer nur aufgeschüttete Steinblöcke hat, hat es auch kaum je Platz zum Halten oder zum Verweilen. Ziemlich unglaublich, wie radikal die Türkei Ihren Tourismus und den Bezug der Küstenbewohner zum Meer auszulöschen scheint.

Aber zwischen Amasra und circa Inebolu existiert die Autobahn zum Glück nur in Teilen und man hat noch die Gelegenheit die Küste ohne Autobahn zu sehen.

Dafür ist das Fortkommen in diesem Bereich ein wenig abenteuerlich: perfekte Strassen auf denen man entspannt 80 fahren kann verwandeln sich abrupt in ungeteerte Pisten mit Schlaglöchern, wo sich kaum zwei Autos kreuzen können.

Ducato

Wir kamen in einem sehr schönen Mikrocamping in Akkonak unter, mit wunderbarer Aussicht auf's Meer. Am Tag danach fing es an zu regnen und es blieb so die nächsten zwei Tage.

Vor der Reise war ich zufriedener Besitzer eines VW Syncro. Es stellte sich aber heraus, dass er nicht mehr genug Druck auf zweien seiner vier Zylinder hatte. Ein neuer Motor oder eine Motorrevision würden um die 5000 Franken aufwärts kosten. Das war mir zu viel und ich schaute mich, etwas zu spät vor der Reise, nach einem anderen Camper um und fand über ricardo.ch einen Fiat Ducato an dem "alles ausser dem Boiler" funktionieren sollte. Da ich ziemlich unter Druck war etwas fahrbares aufzutreiben nahm ich ihn und es stellte sich heraus, das eigentlich fast nichts funktionierte einschliesslich der Tatsache, dass das Auto nicht mehr dicht war - und also der Regen durchs Dach reinströmte.

In Serbien hatte ich die morschen Holzteile ersetzt und Teile der Aussenwände mit Silikon gedichtet.

Nun regnete es also zum ersten Mal richtig und wir sahen, wo das Auto noch nicht so dicht war... zum Glück war's nicht so schlimm wie vor der Reparatur, wo ein einziger richtig guter Regen in Serbien locker einen Kochtopf Wasser in den Camper hineinspülte.

entlang dem Schwarzen Meer

Gewitter, Sonne, Wellen in Cide.

An einer Tankstelle empfahl man uns nicht weiter an der Küste entlangzufahren, sondern via Kastamonu fahren, was nominel wohl der doppelten Strecke entsprach. Es war schon späterer Nachmittag und es regnete. Wir fuhren auf einer breiten, guten Hauptstrasse direkt von der Küste hoch hinauf, über Pässe, duch Wälder, wunderbare Bergtäler mit Almen und Berdörfern und es wurde dunkel und kalt und Taisto wollte, dass wir wieder bei einer Tankstelle (und nicht wild, irgendwo) übernachten, und so fuhren und fuhren wir aber es kam keine Tankstelle und plötzlich ging es wieder abwärts, und wieder etwas wärmer und da waren wieder die Gewitter und man sah die Wolken von Blitzen erleuchtet und eine Tankstelle ... und wir waren direkt an der Küste. Kurve rein, Gulf, Handbremse anzgezogen und schlafen gegangen.

Kinder schulen

Während der langen Fahrt hatte Taisto den Kinder- Weltatlas gelesen, darüber, wie man die Erde auf Karten abzubildet und ich hatte ihm zu erklären versucht, wie dadurch die Proportionen völlig verzerrt werden.

Fast jeden Tag (auch Sonntag und Samstag) mache ich mit den Kindern 1.5 - 3h Schule: Rechnen, Lesen und Schreiben mit Katalin und dazu Englisch und Französich mit Taisto. Naturkunde ist übergreifend, d.h. wir lesen z.B. im Kinder Weltatlas oder über Themen auf die wir stossen und Taisto schreibt was drüber, oder wir reden über das Gelesene.

Daneben noch Aufräumen, Putzen, Auto reparieren, Kochen und essen und - Reisen - unterzubringen ist nicht leicht.

Games

Die Kinder hatten vor der Reise ein iPad bekommen, dass sie sobald irgendwo Internet vorhanden ist, mit Games füllen. Der Sog dieses Geräts auf die Kinder ist katastrophal stark. Am Anfang hatten die Kinder jede Minute die zur Verfügung stand mit Gamen verbracht. D.h. aufwachen und sich noch vor dem Pinkeln oder Essen an das Gerät kleben. Danach optimalerweise Cola oder Glacé.

Die Kinder von diesem Gerät wegzukriegen war ein sehr harter Kampf. Die Ausreden, sich wieder ans Gerät zu hängen waren sehr vielfältig (Fotos machen, Fotos bearbeiten, Skype, etwas noch fertig runterladen, Sachen finden, die auch mir was nützen könnten (Landkarten), und so weiter). Mitlerweile ist die Zeit pro Kind auf 45 Minuten pro Tag beschränkt (was heisst, dass während das eine gamet das andere zuschaut, also total 1:30h) und erst nach der Schule erlaubt.

Der Tagesablauf ist also Aufstehen, Bett verräumen, Morgenessen, Schule und danach freie Strukturierung inklusive Gamen.

Baden

Irgendwo nach Catalzeytin endet das Gebirge, das der Küste entlang verlief und die Küste wird flach, lässt die Autobahn ungehindert ihre gerade Linie durchs Land und Dörfer ziehen und lässt neben der Gigantomanie auch noch natürliche, im September menschenleere Strände zu. Das Wasser ist immer noch angenehm warm und so waren wir jeden Tag im Meer. Sinop, Bafra, Samsun, teils sehr grosse Städte von denen in Europa niemand was gehört hat, teils arm und ziemlich abgefuckt, zum Teil erstaunlich wohlhabend und gepflegt.

Tomáš Pospíšek, 2013-09-13

Weltreise: Schaffhausen-Istanbul

Nun sind wir also am Reisen.

Aufbruch

Wir sind auf Schulanfang aufgebrochen und haben zuerst eine Vorrunde gemacht: wir haben, bevor wir gehen, einige Freunde besucht - zum letzten Mal Alain umarmen, zwei Tage mit Fritz auf dem Haselboden sein, zu Tobi im wunderbaren Stans und unsere befreundete Familien Erika, Thomas, Linda, Leo und Margritte, Marc-André und Sascha in Bern sehen.

Und danach gings nach Südosten, durch den Gotthard, Airolo, an den schönen Tessiner Seen vorbei. Auf irgendeinem Autogril Parkplatz in der Region von Bergamo haben wir dann übernachtet.

Am nächsten Tag - in der Schweiz hatte der Herbst schon mit kühlen Morgen und Abenden angefangen - gings weiter mit bei 32°C italienische Autobahnkilometer fressen.

Slovenien

Wir stoppten bei Franja, Rada und Sandra in Ankaran in Slovenien und gingen - zum ersten Mal seit langem und auf grossen Wunsch der Kinder - wieder im Meer Baden.

Aber so ganz richtig weg, auf Weltreise, waren wir noch nicht - das Gefühl war noch nicht da.

In der Nacht fuhren wir weiter nach Ljubljana und übernachteten auf einem Parking in den Bergen vor Zagreb.

Serbien

Am nächsten Tag Schule und Fahren, Fahren, an der serbischen Grenze durch wunderbar hohe an Tolkien erinnernde Eichen- Urwälder.

Wir halfen einem serbischen Pärchen den Reifen an ihrem Auto zu wechseln und kamen spät in der Nacht bei Srpće und Iva an.

Bei Familie Nastasiević

Dann fuhren wir weiter nach Svrljik zu Rada, Radoslav, Vladica und Lubiša und dort reparierte ich fast eine Woche lang zusammen mit Vladica und einem lokalen Tischler den Camper. Alles Holz, welches das Gerüst des vorderen Camper Aufbaus bildet war total verfault. Wir haben es mit Akazien- Holz ersetzt.

Serbien ist Europa, die Menschen leben in Häusern, aber trotzdem, die Lebensbedingungen der Menschen dort sind für uns aus der Schweiz kaum vorstellbar.

Bei der Familie Nastasiević, bei der wir eine Woche lang sein durften hat einzig einer der Söhne eine feste Arbeit, mit welcher er die ganze Famile ernährt. Er verdient um die 8 Euro pro Tag. Dabei sind die Preise in Serbien zwar vielleicht um die Hälfte tiefer, aber ein Liter Benzin kostet gleich wie bei uns. Das heisst, der Sohn arbeitet eine Woche lang für eine Tankfüllung. Er arbeitet eine Stunde lang für eine Flasche Cola. Der andere Sohn hat schon seit Jahren keine Arbeit.

Somit sind in Serbien, zumindest ausserhalb der Hauptstädte, wohl die allermeisten Selbstversorger. Im Garten wachsen Tomaten, Zwiebeln, Paprika, Kartoffeln, Bohnen, Knoblauch etc.

Nach einer Woche Arbeit am Camper bei den Nasevics sind wir wieder aufgebrochen. Und damit hatten wir unvermittelt einen ersten Teil der Reise abgeschlossen. Lebt wohl liebe Leute und bis in einem Jahr.

Das Schlucht durch welche man von Nis aus nach Sofia fährt ist sehr pitoresk und es würde sich lohnen dort Mal später mit dem Schlauchbot durchzupaddeln.

Armut

Ein Thema das meine beiden Kinder sehr beschäftigt hat ist die relative Armut unterwegs.

Die Frage "warum sind die Menschen arm hier?" erreicht sofort die Grenze meines Wissens. Ich erkläre die ungefähre Geschichte der Gegend: Römer, Byzanz, Ottomanen vor Wien, dann das Östereichische Kaiserreich, Adel, Aristokratie und die daraus resultierenden riesigen Unterschiede im Wohlergehen der verschiedenen Gesellschaftsschichten und schlussendlich den Kommunismus als Reaktion. Den Unterschied des Gesellschaftsvertrages zwischen dem Kommunismus und der parlamentarischen Demokratie bzw. der Martwirtschaft.

Dann den Geldfuss und welches riesige, hemmende Problem ein Mangel an Geld in einer Gesellschaft darstellt, das es den Menschen verunmöglicht sich gegenseitig ihre Arbeit und Erzeugnisse zu verkaufen und so in Wohlstand zu leben.

Bald läuft Taistos Kopf über von meinen geschichtlichen und wirtschaftstheoretischen Erklärungen, er wird müde und dann fahren wir nur noch auf der Autobahn und schauen auf die Landschaft und Siedlungen draussen.

Martin und Jan

Auf der Fahrt, an diesem wiederum wolkenlosen, heissen Tag mit blauem Himmel treffen wir in Sofia an der Strasse zwei Tramper, Martin und Jan, Vater und Sohn (11), mit einem Schild "Istambul" und nehmen sie mit.

Die beiden sind innerhalb von nur zwei Tagen von Krakau nach Sofia zu autogestoppt und sind nach Teheran unterwegs.

Martin übernimmt für eine Weile das Steuer übernommen und ich mache mit den Kindern Schule. Die Kinder spielten laut und mit Lust Flöte - eine Härteprüfung für den Fahrer.

Türkische Wegelagerer

Da ich bis dahin von meiner Versicherung keinen internationalen Auto-Haftpficht-Ausweis bekommen hatte ("Green Card") werde ich an der türkischen Grenenze so richtig ausgenommen und darf für einen Monat Autohaftpflicht 200 Euro da lassen (in der Schweiz 300 CHF auf's Jahr). Vielleicht ein Vorgeschmack an die vielen anderen Wegelagerer aka "Staatsgrenzen", die wir durchfahren werden.

Türkei

Knapp nach der Grenze übernachten wir an einer Tankstelle. Martin stellt sein sein selbstenfaltendes Zelt auf einem Fleckchen Grass direkt vor der Schnauze unseres Campers auf und schläft dort mit Jan.

Die Türkei scheint ein grösstenteils leeres Land zu sein: eine riesige Ebene mit lang gezogenen Erhebungen und Tälern, Felder nach Feldern nach Feldern, kaum je ein Mensch oder eine Siedlung.

Wie schon letztes Mal mit Dorota, fängt Istambul schon Stunden vor der eigentlichen Stadt an. Wir fahren ans Meer und baden. Die Kinder geniessen es sehr und spielen vergnügt. Ich übe Schwimmen mit Katalin, sehr schnell checkt sie das Grundprinzip, dass man mit dem Kopf im Wasser liegen soll und Luftblasen machen soll und nur für's Einatmen auftauchen soll. Sie schwimmt neben mir selbständig ans Land.

Das Wasser ist angenehm warm und der Boden total veralgt. Es scheint als stehe das Meer ganz kurz vor dem Sauerstoff-Kolaps. Ich sehe einen einzigen Fisch, aber es hat extrem viele Muscheln.

Am Abend kommen wir in Istambul an. Der Verkehr steht still, alle Strassen sind aufgefüllt. Martin navigiert mich mit dem Camper in die Altstatt. Von allen Seiten laufen Leute über die Strasse, es ist mega eng, knapp breit genug, dass der Camper durchmag und die Istambuler hupen im gleichen Augenblick in dem man eine Sekunde innehält um im Rückspiegel zu checken, ob man es noch schafft neben einem Stand durchzukommen. Knapp schaffen wir es nicht die Strasse zu blockieren vor einer Eisenbahnunterführung, welche für den Camper zu tief ist.

Martin schafft es, uns da wieder an die Uferstrasse, den "Kennedy Caddisi" rauszubringen. An einem für's Übernachten geeigneten Parkplatz verabschieden sich Martin und Jan. Ein zweiter Abschnitt der Reise endet.

Tomáš Pospíšek, 2013-09-01

Internet ueber Orange

Beim Interdiscount wurde ich beraten, dass ich mir ein Orange Prepaid Abo holen solle, um auf's Internet zu gehen. Das koste 1 CHF/Tag und man hätte ein unbeschränktes Datenvolumen. Ich hab's also geholt.

Die Aussage von Interdiscounts stimmt nicht. Wenn man via Orange Prepaid auf's Internet geht, dann hat man 300MB Daten pro Tag zur Verfügung. Danach kostet jedes MB 10 Rappen.

Kann man herausfinden, wieviel Datenguthaben man noch hat?

Ich musste 3 Mal beim Orange "Customer Service" anrufen und hing insgesamt mehr als 1.5h am Telefon, erhielt vom "Customer Service" unglaubliche Mengen an Falschinformationen, um schliesslich kommuniziert zu bekommen:

Nein, man kann nicht herausfinden, wieviel von den 300MB/Tag man schon verbraucht hat, bzw. wieviel man noch zur Verfügung hat.

Man sieht's dann an der Rechnung. Ich glaube nicht, dass ich Orange empfehlen könnte.

Tomáš Pospíšek, 2013-08-06

Snowdens Postkonto

Vor nun drei Jahren hatte die Schweizer Post, ganz komplet zufällig, wie sie vorgab, Julian Assanges Konto gesperrt.

Ob wohl Snowden auch über ein Schweizer Konto "verfügt"? Wäre riskant, da in diesen Zeiten die oberste schweizer Exekutive bereit ist per Dekret die Bankgeheimnisse seiner ausländischen Bankkunden zu verraten.

Verrat - die Weitergabe von Geheimnissen. Man hatte den ausländischen Bürgern versprochen und gesetzlich garantiert, dass Ihre Konten vertraulich gehandhabt würden.

Snowden hat einen moralischen Anspruch und riskiert für seinen Verrat sein Leben.

Und wofür sind die schweizer Exekutive und das schweizer Parlament bereit, Verrat zu begehen, Versprechen und Gesetze zu brechen?

2006 entschied das schweizer Volk - auf Antrag der schweizerischen Partei, welche für die Verteidigung der schweizerischen Unabhängigkeit, Freiheit und Werte zu stehen vorgibt - dass ein Mensch ohne Pass unmöglich ein Asylant sein kann.

Snowden hat keinen Pass.

Welches sind die moralischen Ansprüche, welche wir, die westlichen Gesellschaften, bereit sind zu verteidigen und für diese geradezustehen?

Ist in einer Welt, die so sicher und komfortabel ist, wie vielleicht nie zuvor, ausgerechnet die Angst das einzig verbleibende alles entscheidende Motiv?

Was sehen wir, westliche Gesellschaften, wenn wir in den Spiegel schauen?

Tomáš Pospíšek, 2013-07-12

Why is that server's disk full?

Every now and then you find out that some server's disk is full. Now what? You want some programm that will show you visually where most of the disk space is spent in your filesystem.

filelight

Is a GUI app and full of bugs wrt to disk scanning and these are not getting fixed:

baobab

GUI app.

ncdu

Ncurses UI. Blidingly fast. Yay!

Tomáš Pospíšek, 2013-07-12

Wir

"As long as we continue to draw distinctions between people that ought to be surveilled and those that should not be surveilled, we will fail. The point – and the real tesat – is learning to stand in solidarity with people who are not like you or me or us."

Postscript: The Present through a PRISM

Ein wir, in dem alle Menschen, alle Wesen drin sind.

Tomáš Pospíšek, 2013-07-08

Internet Defense League spying on their users

I once subscribed to the Internet Defense League under a special mail account. Today I got a mail from Fight For The Future to that very mail account.

So the internet defense league doesn't mind passing around my email address to other organisation without asking me.

But that's not all. The HTML mail sent out by the Fight For The Future organisation contains, just as the previous mail from the Internet Defense League tracking images and tracking URLs that identify you when you look at the HTML mail and once you click on a link in it.

Whether it's the NSA or the Internet Defense League spying on me, both are sneaky underhand acts. I'm out of the Internet Defense League until they get a clue. Do the same, do not let anybody spy on you, be it the NSA or the IDL.

Tomáš Pospíšek, 2013-07-04

Woodvibes

Das Woodvibes Festival kling immer noch aus. Was es wohl genau war?

Wenn man etwas analysiert, wird man es zwangsläufig reduzieren: auf den eingeschränkten Umfang, den man - überhaupt - beschreiben kann, auf die Teile, welche das Gedächtnis gefasst hat, auf die Eindrücke, die man bewusst wahrnehmen konnte. Und man wird dazudichten.

Es scheint, wie wenn's etwas stark spirituelles gewesen wär.

An was lag das wohl? Mein Bub bemerkte, dass wir uns die 3 Tage nie gestritten hätten - ich kann mich an gar keinen Streit erinnern, zwischen niemandem. Die ganzen 3 Tage lang nicht. Alle Leute, schien es, behandelten sich respektvoll, mit Wohlwollen und mit Entgegekommen. Es gab so viele Details über die man sich freuen konnte. So vieles ergab sich.

Obwohl das Fest 3 Tage, tief in die Sonnenwendenächte ging, lagen nie achtlos weggeworfene Sachen rum. Nicht nur Leute, auch Sachen, die ganze Kräutergärtnerei, in welcher das Festival stattfand, wurden achtvoll behandelt.

Es ist also tatsächlich möglich. Dass sich Menschen freundlich behandeln. Nicht aus einem Pragmatismus heraus, um einen möglichst reibungslosen Betrieb zu erhalten, sondern aus der Freiheit heraus, zu geben.

Das heisst natürlich nicht, dass die vielen Menschen, die am Festival mitgewirkt und geholfen haben, nicht unglaublich hart gearbeitet hätten um dieses möglich zu machen.

Und bemerkenswert war auch die Musik die man da zu hören und die Vorführungen, die man zu sehen bekam. Afrika scheint eine unglaublich reichhaltige Quelle an Rhytmen und Leben gebenden Traditionen zu sein.

Danke. Möge dieser Geist aus mir weiter wirken.

Tomáš Pospíšek, 2013-06-27

Üben, Lernen

Das Kind übte Flöte spielen. Aber das Flötenspiel gelang ihm nicht. Es ärgerte sich und weinte. Der Vater lies es weinen. Dann nahm er es in die Arme. "Liebes Kind, Du lernst Flöte spielen, weil Du noch nicht Flöte spielen kannst. Wenn Du Flöte spielen könntest, dann müsstest Du es nicht lernen. Und um zu lernen musst Du üben, immer wieder üben, bis Du es kannst. Wenn Du Dich ärgerst dann kannst Du nicht üben und kannst so nicht Flöte spielen lernen.". In diesem Moment begriff der Vater, dass dies für das Leben selbst galt.

Tomáš Pospíšek, 2013-05-25

Der Trick mit dem Gutschein für Rückerstattungen

Ich hatte für meinen Sohn bei Bata Winterschuhe gekauft. Nach 2 Wochen waren die Fersen durchgeloffen, ein Dutzend Tage später auch die Fussballen. Die Schuhe waren offensichtlich aus untauglichem Gummi hergestellt.

Ich reklamierte dies bei Bata und forderte mein Geld zurück. Ich wollte ausdrücklich keinen Gutschein. Aber genau so einen bekam ich. Ich schickte ihn zurück mit der nochmaligen ausdrücklichen Bitte, die Rückerstattung in Cash zu bekommen. Schliesslich überwies mir Bata den Betrag.

Obwohl man als Käufer ein RückgabeRecht hat, scheint es heute die Regel zu sein, dass man das Geld nicht zurückbekommt und die Verkäufer stattdessen versuchen dieses Recht mit einem Gutschein zu umgehen.

Ein Gutschein ist nachteilhaft für den Käufer, da er das Geld nicht mehr flüssig hat, aber vorteilhaft für den Verkäufer:

Auf diese Art und Weise hat der Mega Shop bei mir über 200 CHF Gewinn gemacht: Sie hatten mir Ware mit dem falschen Versprechen verkauft, dass sie mit meinem Betriebssystem kompatibel sei, was nicht der Fall war. Und ich vergass danach den Gutschein rechtzeitig einzutauschen.

Ich empfehle jedem nie einen Gutschein zu akzeptieren. Gutscheine dienen ausschliesslich dem Verkäufer und bringen dem Käufer das erhebliche Risiko sein Geld zu verlieren.

Solche hinterhältigen Praktiken sollten von Gesetzes wegen verboten werden. Wenn der Verkäufer es möchte sollte er schon im Stande sein, dem Kunden einen Gutschein zu geben, aber dann sollte der Gutschein den doppelten Wert haben, damit das Risiko nicht nur auf Seiten des Kunden ist.

Es ist bemerkenswert, dass diese betrügerische Praxis heutzutage die Regel ist. Es scheint, dass es den meisten Geschäften nicht wichtig ist, ihr Geld ehrlich zu verdienen.

Tomáš Pospíšek, 2013-05-21

Block released on github

I've published a further improved version of block, the software that produces this blog, on Github. Now it should be digestible for the general Unix savy public.

Tomáš Pospíšek, 2013-05-20

disabling URIBL in Spamassassin

New article about how to disable URIBL lookups in Spamassassin at Sourcepole.

Tomáš Pospíšek, 2013-05-07

wunderbarer Artikel ueber den Neuhauser Kongo

In der Neuhauser Woche ist ein wunderbarer Artikel von Alfred Würgler über ein kleines Bächlein in der Nähe, den Kongo, erschienen.

Tomáš Pospíšek, 2013-04-30

Fell Konzert

Das Fell Konzert diesen Freitag in der Dampfzentrale war super. Kann bei einer Gelegenheit den Besuch eines Konzerts von Fell, sehr, sehr empfehlen.

Martin Rev beim gleichen Anlass war nicht so gut und Bit-Tuner war auch gut. Seine physische Bühnenpräsenz ist sehr sehenswert, wenn sich auch unsere Konzertbesuchstruppe vor Ende des Sets auf den Heimweg machte - wir waren zu so später Stunde (~3:30) alle schon zu müde.

Tomáš Pospíšek, 2013-04-21

Anonymous access to myclimate news

Since I've compensated CO2 with myclimate I'm receiving news mails from them. That's fine with me, maybe I've even opted in.

What is not OK, is that myclimate is one of those companies that are so greedy to know what you're doing, that they will add tracking numbers to the links in their news letter and not tell you.

Allthough there doesn't seem to be a direct link from their homepage to their newsletter, you can read their newletter anonymously.

If there's a link like the following in their newsletter:

https://www.myclimate.org/index.php?id=1379&rid=f_12345&mid=123&aC=aba12ab12jumpurl=0

then you can access it annonymously at:

https://www.myclimate.org/index.php?id=1379&L=1

Tomáš Pospíšek, 2013-03-27

Hetzner reusing HDs

One of my customers has a server at Hetzner. It's a machine and setup by Hetzner themselves with md raid-1 over two disks.

In the last 4 weeks we had Hetzner change disks three times, because the md devices were failing and smartctl was indicating errors on the disks. Now the current two disks have errors again.

One of the replies of Hetzner's support contained the interesting information that Hetzner tests HDs and if "they are OK" they wipe and reuse them.

I do not want to get one of the disks that failed on us, therefore I have started a list of those disks. Feel free to add your failed Hetzner disks.

Broken Hetzner HDs

Tomáš Pospíšek, 2013-02-27

Apple-ID?

In order to use the iTunes store, you need to register with Apple and create an "Apple-ID". The registration process will at some point want to confirm your email address and thus send you an email with a link.

When you click on the link, you get to a page that tells you to enter your "Apple-ID" and your password to confirm the confirmation.

Nowhere you have been told up to that point what that "Apple-ID" is supposed to be, nor will Googling help you (or at least me).

The "Apple-ID" is plainly your email address that you were asked to confirm in the first place.

Tomáš Pospíšek, 2013-02-24

tuning Virtualbox for iTunes

With quite a powerful laptop:

out of the box, running iTunes inside a 64bit Windows7 VirtualBox VM on a Debian Linux wheezy host will have the video freezing and skipping, and the sound/image desynchronizing all the time; iTunes performance will be very slow.

In order to reduce skipping I tuned the VM like this:

each of these steps visibly improved the performance of iTunes. What I allready had set before:

With these settings there are still occassional very short freezes, however watching videos fullscreen is now possible and very acceptable and in fact enjoyable.

Tomáš Pospíšek, 2013-02-24

Landkarte fuer den Ausgang in Schaffhausen

Wer den Ausgang in Schaffhausen nicht kennt, hier ist eine Karte der Party/Tanz/Konzert-Ausgangsorte:

Tomáš Pospíšek, 2013-02-08

Informatik

Menschen, die gerne Informatik, Compis haben, die gerne Software schreiben und Probleme lösen, sollten nicht Informatik machen. Computer und Informatik sind für die Lösung der Probleme völlig nebensächlich. Computer und Informatik sind nur ein Mittel, nur ein lebloses Werkzeug. Ein einziger Augenblick, in dem man sich im gern Machen verhängt und man ist weg vom Pfad.

Und Leute, welche nicht gerne Informatik und Computer haben, diese nur benutzen, sollten keine Informatik machen, denn damit die Lösung wirklich gut wird braucht es die Liebe zum Material, zum Werkzeug, zur Technik.

Tomáš Pospíšek, 2013-01-19

Pressefreiheit in China

Auf der Internetseite von Xinhua, der Nachrichtenagentur der Chinesischen Regierung (gemäss Wikipedia) ist auf dem Pressefoto des Jahres 1963 ein Mönch zu sehen, der sich aus Protest verbrennt:

Tomáš Pospíšek, 2012-12-17

Steuer-Software unter Ubuntu 12.04

TLDR:

$ unzip Linux_2011.zip 
        $ chmod +x Setup.bin
        $ ./Setup.bin LAX_VM /usr/bin/java
        $ ./Steuern11 LAX_VM /usr/bin/java
        

Hab mir also die Steuer-Software für Schaffhausen runtergeladen:

$ wget http://www.sh.ch/fileadmin/Redaktoren/Download_Steuer-CD/Linux_2011.zip
        
        $ unzip Linux_2011.zip 
        Archive:  Linux_2011.zip
          inflating: Setup.bin
        

Setup.bin ist schon Mal nicht ausführbar.

$ ls -l Setup.bin 
        -rw-rw-rw- 1 tpo tpo 78496982 Jul  9 17:54 Setup.bin
        

Na gut:

$ chmod +x Setup.bin
        $ ./Setup.bin 
        Preparing to install...
        Extracting the JRE from the installer archive...
        Unpacking the JRE...
        Extracting the installation resources from the installer archive...
        Configuring the installer for this system's environment...
        strings: '/lib/libc.so.6': No such file
        
        Launching installer...
        
        'SWING' UI not supported by VM.  Reverting to AWT.
        Invocation of this Java Application has caused an InvocationTargetException. This application will now exit. (LAX)
        
        Stack Trace:
        java.lang.UnsatisfiedLinkError: /tmp/install.dir.8935/Linux/resource/jre/lib/i386/xawt/libmawt.so: libXext.so.6: cannot open shared object file: No such file or directory
                at java.lang.ClassLoader$NativeLibrary.load(Native Method)
                at java.lang.ClassLoader.loadLibrary0(Unknown Source)
                at java.lang.ClassLoader.loadLibrary(Unknown Source)
                at java.lang.Runtime.load0(Unknown Source)
                at java.lang.System.load(Unknown Source)
                at java.lang.ClassLoader$NativeLibrary.load(Native Method)
                at java.lang.ClassLoader.loadLibrary0(Unknown Source)
                at java.lang.ClassLoader.loadLibrary(Unknown Source)
                at java.lang.Runtime.loadLibrary0(Unknown Source)
                at java.lang.System.loadLibrary(Unknown Source)
                at sun.security.action.LoadLibraryAction.run(Unknown Source)
                at java.security.AccessController.doPrivileged(Native Method)
                at sun.awt.NativeLibLoader.loadLibraries(Unknown Source)
                at sun.awt.DebugHelper.<clinit>(Unknown Source)
                at java.awt.Component.<clinit>(Unknown Source)
                at com.zerog.ia.installer.LifeCycleManager.g(DashoA8113)
                at com.zerog.ia.installer.LifeCycleManager.h(DashoA8113)
                at com.zerog.ia.installer.LifeCycleManager.a(DashoA8113)
                at com.zerog.ia.installer.Main.main(DashoA8113)
                at sun.reflect.NativeMethodAccessorImpl.invoke0(Native Method)
                at sun.reflect.NativeMethodAccessorImpl.invoke(Unknown Source)
                at sun.reflect.DelegatingMethodAccessorImpl.invoke(Unknown Source)
                at java.lang.reflect.Method.invoke(Unknown Source)
                at com.zerog.lax.LAX.launch(DashoA8113)
                at com.zerog.lax.LAX.main(DashoA8113)
        This Application has Unexpectedly Quit: Invocation of this Java Application has caused an InvocationTargetException. This application will now exit. (LAX)
        

Der Installer räumt nicht nach sich auf, wenn man die Installation mehrere Male versucht, wird er einem das /tmp Verzeichnis vollmüllen:

$ du -sh /tmp/install.dir.8935
        252M
        

Und, obwohl die Maschine hier 64bit ist:

$ uname -m
        x86_64
        

... versucht der Installer eine 32bit Version zu installieren:

$ file /tmp/install.dir.8935/Linux/resource/jre/lib/i386/xawt/libmawt.so
        /tmp/install.dir.8935/Linux/resource/jre/lib/i386/xawt/libmawt.so: ELF 32-bit LSB shared object, Intel 80386, version 1 (SYSV), dynamically linked, not stripped
        

Nota bene, das Installationskript prüft sogar die Architektur:

$ grep "uname -m" Setup.bin 
                        cpuName=`uname -m 2> /dev/null`
                        cpuName=`uname -m 2> /dev/null`
                if [ `uname -m` != "ia64" ];
        

... ist dann offenbar trotzdem nicht im Stande die korrekte Java Version zu installieren.

Bemerkenswert ist auch, dass gemäss Debian x86_64 die am häufigsten eingesetzte CPU Architektur ist, und das dies hier ein stabiles "Long Time Support" Ubuntu 12.04 ist, und Ubuntu wohl das am häufigsten verwendete Linux ist. Ich weiss nicht auf welchen Linux Systemen Abraxas, die ein quasi Monopol auf Behörden Steuer-Software zu haben scheinen, getestet haben, mit meinem System kommt der Installer jedenfalls nicht zurecht.

Warum der Installer unbedingt ein ganzes JRE installieren versucht, wenn er dazu nicht fähig ist, und wo doch ein Java im trivialsmöglichen Pfad schon vorhanden wäre ist auch nicht wirklich klar:

$ java -version
        java version "1.6.0_24"
        OpenJDK Runtime Environment (IcedTea6 1.11.4) (6b24-1.11.4-1ubuntu0.12.04.1)
        OpenJDK 64-Bit Server VM (build 20.0-b12, mixed mode)
        $ which java
        /usr/bin/java
        

Eine Stunde herumpröbeln und im Code herumsuchen hat dann zu folgender Lösung geführt:

$ ./Setup.bin LAX_VM /usr/bin/java
        

Damit sagt man dem Installer, er solle das vorhandene JRE benutzen. Er ist aber leider nicht intelligent genug sich das zu merken. Beim Start der Steuer-Software muss man's wieder sagen:

$ ./Steuern11 LAX_VM /usr/bin/java
        

Man würde meinen, dass Abraxas:

$ grep abraxas *|wc -l
        85
        

so gross sein würden und Errata sammeln bzw. ein Howto oder ein FAQ pflegen würden, aber dem scheint nicht so. Auch der Kanton kann da leider nicht weiterhelfen.

Es ist mir ein Rätsel, wie Softwarehersteller eine Umgebung, deren expliziter Anspruch ist portabel zu sein, derart vermorksen können.

Die Meldung der Steuer-Software nach dem Start grenzt diebezüglich an Sarkasmus:

Nun ja, wir sehen uns dann wohl nächstes Jahr wieder: 2006 Debian 2006 Ubuntu 2008 Ubuntu

Tomáš Pospíšek, 2012-09-26

Remote ext3 root filesystem resizing

New article on sourcepole on how to resize (shrink) a remote root ext3 filesystem.

Tomáš Pospíšek, 2012-09-11

Running Ubuntu

I'm a hibernating Debian developer but have been running Ubuntu on my personal machine since 2008.

Since then every upgrade to the next release has been a catastrophy. As a general rule the upgrade:

So an upgrade will take me around 1 1/2 days of work and will result in a system that has a lot of additional stuff running and installed that I don't understand, don't need and which is using up resources and finally the majoritiy of my polish, that made my machine work like I wanted it to, will be broken.

Why upgrade? Because old releases will start to be incompatible with current software and I won't be able to install software that I want or need for work.

Why not change distributions? Yes, I should. I think I will try to change back to Debian testing at some point. Last time I did my harddisk failed immediately after and I was lucky to be able to restore part of my world from the previous drive and some backups, which beamed me back into Ubuntu.

The assertion, that I should change back to Debian testing is interesting however. Why would that probably be quite an optimal choice?

Because for one Debian does not distinguish between "supported" and "unsupported" software - all software in the Debian repository is equally un/supported. It's up to the individual debian maintainer to keep up with the bug inflow and to maintain the package quality.

Ubuntu on the contrary has the "main" repository which is officially supported and universe and multiverse which are not. All of KDE is f.ex. not in "main". Both multiverse and universe are maintained mainly by the "Ubuntu Developers". There is no single person responsible.

The direction of Ubuntu is to some fuzzy part determined by a company, Canonical and a person, Mark Shuttleworth. As has been seen with Unity the goals are being determined by "visions", which are some big new ideas that are wanting to be realized.

There's not very much of such visions in Debian. Debian's realease goal is in major part to be as solid as possible and to keep upgrade problems as low as possible.

So I think, Ubuntu's goal is to lead by innovating. Stability is certainly not a higher priority.

Thus in the name of innovation, stuff will break. Software will disapear. It is possible that your settings, polish and configuration will self combust with the next upgrade.

I think this also means that Ubuntu's target audience are "endusers". People that will not look below the hood and change stuff. If you do that, that's fine, however it's not Ubuntu's goal to support you there.

On the contrary Debian rather targets the technically savvy person and will try to fix any and all possible configurations that are possible.

Let's see if these statements can be backed by anecdotical data from my last upgrade from 10.04 to 12.04.1.

Ubuntu's big goal was once to compete with Windows. Windows' target is not solely the "enduser". It's targeting developers, integrators, endusers, industry etc.

But I think that Window's application surface is much smaller and they have got those applications under much tighter control.

Windows' text editor is utter crap and has been utter crap for as long as it has existed. It doesn't change.

On the other hand Ubuntu's applications keep on changing a lot. That means breakage. And I don't think that's a strategy that will allow Ubuntu to compete with Windows on its traditional ground.

On the other hand Apple has extremely tight control over their platform. It seems to be quite reliable stability wise.

Tomáš Pospíšek, 2012-08-26

All hail Nidecker

ca. 12 years ago I bought this backpack:

I have been wearing it on a nearly daily basis, carring around heavy laptops, books, taking it out on hikes and on long travels.

Only now it's starting to desintegrate: the zipper sometimes breaks up, holes have been worn out into the various materials.

There was only one gripe I had with this backpack: that it would not maintain its form when put upright without content - there was simply no structure maintaining element in it.

So my props go out to Nidecker who made this fine, useful, functional and long lasting commodity.

Unfortunately Nidecker is no longer selling backpacks, however maybe they were produced by someone else and only branded by Nidecker. I'd buy another backpack from the same makers on the spot.

Is the quality of the backpack representative of Nideckers other products? Let's very much hope so!

What a different world this would be if most products were made with the same quality as Nidecker's backpack instead of being built to be used once or only a few times and then thrown away? I'll certainly try to take care to choose products like that one.

Tomáš Pospíšek, 2012-08-22

Linux High Availability, Virtualization and Clustering Wiki

I've started a categorization of Linux high availability, virtualization and clustering technologies here.

Tomáš Pospíšek, 2012-07-05

Not meditating when I should

The mind's ways are weird:

So it will be an up and down until meditation becomes part of my life, like eating, going to the toilet...

Tomáš Pospíšek, 2012-07-04

Virtualbox polishing

When running Linux under Windows inside VirtualBox, "seamless mode" is a revelation.

However there are some rough edges that can be cut, to make the integration between Windows and Linux even more seamless.

#!/bin/bash
        #
        # copy selection (mouse select) to clipboard (CTRL-V)
        
        xclip -o | xclip -i -selection clipboard
        

I hope someone finds this one day and it will serve her well.

Tomáš Pospíšek, 2012-07-04

Automatically restarting services after upgrades on Debian and Ubuntu

New article on Sourcepole on how to restart services after their dependencies - for example libraries that had a security problem - have been updated.

Tomáš Pospíšek, 2012-06-20

Microsoft blocking emails to you

New article on Sourcepole on how Microsoft is blacklisting email from domains in a Kafkaesque fashion without letting the victims know the reason nor the remedy nor any time when the block will end.

Tomáš Pospíšek, 2012-06-20

Kinderzimmer Productions

hab ich bis heute nicht wirklich gekannt. Haben Unmengen von Stücken, viele davon zum Reinhören auf youtube.

Eigentlich bin ich auf Kinderzimmer Productions via Radio Rasa gekommen. Das Problem von Rasa ist, dass die dermassen oft gute Musik bringen, dass ich dauernd von Rasa am "wegsurfen" bin, weil ich noch andere Stücke von den Bands auschecken möchte...

Tomáš Pospíšek, 2012-06-20

Generating state machines with Dia

New article on Sourcepole about generating state machines with Dia.

Tomáš Pospíšek, 2012-06-05

youtube-dl

youtube-dl is a nice litte command line programm to download videos from youtube. One would naively think that it's some quirky wrapper around wget or such. But no, youtube-dl is actually very powerful.

To download a playlist and have the videos saved under a name that corresponds to the title of the video:

youtube-dl -o "%(title)s.%(ext)s" http://www.youtube.com/playlist?list=ABCDEFGH1234567890&feature=plcp
        

Thanks a lot to Ricardo Garcia and all the other contributors to that little nice tool.

Tomáš Pospíšek, 2012-05-24

Traeumen

Als ich letzthin im Zug mit geschlossenen Augen zu meditieren versuchte fiel mir auf, dass Träumen und somit Einschlafen etwas komplet fliessendes ist.

Man macht die Augen zu und es tauchen Sachen auf. Ein Unterschied zum Wachsein scheint, dass sich die Aufmerksamkeit nicht nur permanent an die Sachen, die da auftauchen bindet und äussere Eindrücke unbemerkt ausgeblendet werden, sondern auch dass ein Mechanismus deaktiviert wird, welcher normalerweise zwischen realen, d.h. von den äusseren Sinnen kommenden und von innen kommenden Eindrücken unterscheidet. D.h. beim Einschlafen "bemerkt" man nicht, dass die eigene Aufmerksamkeit sich auf etwas richtet, das nicht real ist. Und da man es nicht bemerkt, "wacht" man auch nicht "auf".

Beim Tagträumen nimmt man die äusseren Eindrücke nach wie vor, aber sehr unterdrückt wahr. Ausserdem funktioniert im Hintergrund immer noch ein Vor-Filter Mechanismus, welcher "starke" oder "relevante" äussere Eindrücke bei Bedarf bis zur Aufmerksamkeit, bzw. zur Wahrnehmung vordringen lässt.

Wir haben also die Mechanismen:

Es macht also den Eindruck, dass "Träume" fortwährend in uns am aufkeimen sind, bzw. uns allgegenwärtig begleiten, aber dass diese im Wachzustand zu Gunsten von äusseren Wahrnehmungen unterdrückt werden.

Somit wäre der Traum- im Vergleich zum Wachzustand nur eine unterschiedliche Reglereinstellung der zwei oben beschriebenen Mechanismen.

Interessant ist, dass Denken auch ein Zustand ist, bei welchem sich die Aufmerksamkeit auf Inneres und nicht auf Äusseres richtet.

Denken und Wahrnehmen können gleichzeitig ablaufen, wobei hohe Ansprüche an die Wahrnehmung dem Denken tendenziel den Saft abdrehen und umgekehrt. Es scheint also sowas wie eine kognitive Kapazität zu geben, welche recht fein auf Denken und Wahrnehmen aufgeteilt werden kann.

Der Traum scheint reine Wahrnehmung zu sein; Denken bzw. Reflexion ist im Traum meistens nicht vorhanden.

Das Denken bzw. die Selbst-Reflexion scheinen auch mit dem oben genannten Realitätsdetektor eng gekoppelt zu sein. "Bemerken" und "Denken" scheinen eng verwand.

Denken ist ein aktives, geführtes inneres Wahrnehmen und Träumen ein passives.

Es wäre interessant zu sehen, wie diese verschiedenen Mechanismen an physiologische Variablen gebunden sind, wie z.B. Serotoninspiegel etc.

Mit Ausnahme des Denkens wirken die erwähnten Mechanismen und Tätigkeiten unbewusst. Die Wirkung dieser Mechanismen geht von subtil bis dramatisch. Man kann sich vorstellen, dass auch schon eine minimale Veränderung der Gleichgewichte einem Menschen erhebliche Probleme bereiten kann. Wenn z.B. der "Realitätsdetektor" nicht so stark arbeitet, dann wird ein Mensch Mühe haben sich im Alltag zurechtzufinden, weil er Probleme damit haben wird zu unterscheiden, was aus seiner Vorstellung und was von seinen äusseren Wahrnehmungen kommt.

Tomáš Pospíšek, 2012-02-28

Zynisches Programm

        #include "routinen.h"
        
        void taegliche_routine() {
          aufstehen();
          wasser_lassen();
          kafe_trinken();
          kacken();
          morgen_essen();
          computer_anmachen();
          email_lesen_und_beantworten();
          rechnungen_zahlen();
          arbeiten();
          mittag_essen();
          abhaengen();
          arbeiten();
          internet_lesen();
          arbeiten();
          internet_lesen();
          abend_essen();
          internet_lesen();
          schlafen();
        }
        
        void main() {
        
          while(not_dead())
            tagliche_routine();
        
          exit();
        }
        

Tomáš Pospíšek, 2012-01-27

Halogenlampe

Das Elektrizitätswerk EKS hat mir für August und Semptember eine Rechnung von 67 CHF für 235 kWh Strom geschickt.

Macht 29 Rappen pro kWh.

In meiner Stube steht eine 300W Halogenstehlampe. Ich schätze sie läuft täglich 3h. Das wären dann im Jahr 329 kWh. Mal 30 Rappen/kWh gibt 98 CHF.

Hm.

Die Halogenbirne hat vielleich 5000 Lumen.

Eine Osram Sparlampe mit 1950 Lumen kostet 17 CHF. Braucht 30 Watt. Zwei von denen würden mich also 34 CHF kosten und würden im Jahr für ca. 18 CHF Strom verbrauchen.

Scheint, dass die Zeit definitiv reif sei meinen Öko-Worten auch Taten folgen zu lassen...

Tomáš Pospíšek, 2011-11-14

Off On

Da waren wir also 14 Tage in der Ardèche in den Ferien. 14 Tage in einem Tal, welches neben unserem Häuschen nur noch drei weitere enthielt. 14 Tage ohne Zeitung und Radio, Internet und Handyempfang.

Und doch kommt man zurück und es scheint eine Ewigkeit vergangen. Man war eingeschlafen, die Wolken zogen über den Himmel, die Jahreszeiten kamen und gingen, ein Jahrhundert später kam man zurück und nichts war wie es gerade erst gewesen war.

Neugierig, komme ich zurück und will unbedingt wissen, was inzwischen geschehen ist. Ist Syrien dem Bürgerkrieg gefallen? Ist Gadaffi in der Geschichte veschwunden und Libien schreitet in eine Ära der pluralistischen Gesellschaft?

Doch nichts dergleichen. Es scheint, als sei in der Ewigkeit in der man Geschichten erlebt, neue Welten endeckt, mit fremden Seinsformen Kontakt aufgenommen hat, gar nichts geschehen - man kommt in die gleiche Sekunde zurück, in der man das Heute verlassen hat.

Und doch. Unversehens wüten in England Unruhen. Die Jugend ist brand- schatzend in den Strassen und der Staat stellt Polizei über Polizei auf.

Und das Godwana der Geldwelt ist gerissen und die langwelligen seismischen Wellen brechen im Zeitlupentempo und gewaltig über die feinen und komplexen Mechanismen der Finanz, der wirtschaftlichen Kommunikation der Menschen ein.

A day in the life of. Sehr unglaublich.

Tomáš Pospíšek, 2011-08-09

thanks to all you open access points

A big thank you to the two open access points around here: "linksys" and "NETGEAR". I don't know whether they are open intentionally or knowingly, but they have saved me so many times.

When I came to this place I had no internet access and was glad that I could connect to The Net. And now, that I have to go, and have canceled my subscription I am o so glad, that I can still get the most fundamental work done and am not cut from the "big world".

Thank you "linksys", thank you "NETGEAR" and thank you all you people, that keep your WLANs open.

Thanks!

(My next WLAN will be open again)

Tomáš Pospíšek, 2011-07-21

the enlightenment of being wrong

So my last article tried to argue that genius implies madness based on the idea that being a genius means thinking ahead and thinking ahead means disconnecting from reality.

That ignited a long debate with my friend Tobi. While defending my idea I had to explain it more thoroughly and thus came to contradict (!) my own assertion, namely that thinking ahead means disconnecting from reality.

I was quite surprised, since it opened a horizon past an invisible mental stop gap that had loooong been in place and diverting my thoughts away in wrong directions:

Working with mental models of the reality can be though of as an optimization problem: the better your mental models get the more often they can predict the future, more and more correctly.

Thus only if one stops observing and ignores outcomes that don't match with ones own predictions, and thus if one stops adapting that model one becomes "crazy".

Which is again the well known and proven "scientific model" at work.

It's interesting to note that "eastern philosphy" seems to discard that proposition in favour of letting go of all thoughts and asserting that only then the true reality becomes visible. That seems to contradict the scientific method.

It's also interesting to note, that my experience that the most interesting things in software engineering are learned from hard debugging problems seems to be also apply here: the unexpected and sudden manifestation of that mental misconception in my mind was a forcefully enlightening moment. Mental debugging is nice!

Tomáš Pospíšek, 2011-07-21

Genius and madness

Having a brain that, in whatever respect, works better than the average signifies that you will be able to imagine stuff in your above-average-area that the "normal" people are not able to. You will see possibilites that others don't see. However, what you know or what you see, is not "real". It's merely a possibility, a very plausible one to you, but maybe not to the lay person. That means that your own "reality" will not entirely overlap with the "general" reality.

The more pronounced your talents are, the further your perception will be from the norm. The more isolated it will be. The more not understood the thing you excell at will be. The more difficult or maybe impossible to explain your view of reality will be.

From the other perspective, coupled with the fact, that understanding other people, being able to empathise with them, not drawing quick conclusions and not being prejudiced are particularily difficult skills, you from your point of view will have greater and greater difficulties understanding the inability of others to see "evident" problems, to acknowledge "trivial" solutions, to naturally "feel", to see what's completely "obvious".

So one characteristic of madness, namely the inability to percieve the world in the "traditional" sense or respectively a supplementary, apparently incompatible view of the world, is something that is to a greater or lesser degree also part of "genius" skills or "exceptional" talents.

Speaking generally: to some point the human ability to "see into the future", to make projections, is madness, since it is not the present reality. It is "illusion"...

Tomáš Pospíšek, 2011-06-06

new IT articles on sourcepole.ch

Since I'm publishing most of my technical articles (programming, sysadmin, linux, open source, etc.) on Sourcepole I'd like to reference them from here. Recent technical articles I wrote are:

Enjoy :-) !

Tomáš Pospíšek, 2011-04-17

Ein guter Tag

Gestern rief ich an und liess mir frei geben. Es war einfach zu viel. Über die Woche arbeiten und am Wochenende Kinder - ich kam einfach nicht mehr dazu meine Bürokratie zu erledigen.

Heute stand ich also um 10h auf, draussen schien die Sonne, und ich hatte ausgeschlafen.

Ich telefonierte mit den Behörden und klärte den Papierverkehr ab. Danach nahm ich die Decke raus, sass auf den Liegestuhl in die Sonne. Die Vögel zwitscherten und ich programmierte für die ZHDK.

Gegen Abend hatte ich den grössten Teil der geschriebenen Funktionalität durch Test abgedeckt. Es fing an zu dämmern und ich fuhr zu meinen Kindern, spielte mit ihnen und schwatzte noch ein bischen mit Ljilja und Fritz.

Dann kam ich heim, und Roberto war da, und wir redet eine gute Weile über unsere Vorhaben bei Panter. Danach ging er schlafen, und ich programmierte noch den Abschluss und committete.

Was für ein guter Tag. Danke!

Tomáš Pospíšek, 2011-04-06

Temperatur

Anfang März ist mir das Heizöl ausgegangen. Ein jeder "normale Bürger" hätte wohl gleich angerufen und mehr Öl bestellt. Jedoch wird das Haus in dem ich wohne vielleicht im Sommer abgerissen und ich wollte nicht mehr bestellen als ich verbrauchen würde. Nun, wieviel hatte ich wohl verbraucht? Ich heize nur 3 Tage die Woche und in 1.5 Monaten hatte ich 800l Öl verheizt. Macht 15l Öl pro Tag bzw. auf Heiz-Tage umgerechnet fast 30l pro Tag.

Unglaublich, was für eine unsägliche Verschwendung! Dabei ist das Haus so schlecht isoliert, dass man es fast nicht warm kriegt, wenn's Mal richtig kalt draussen ist, und dieser Februar und März waren im Schnitt fast 2°C wärmer als letztes Jahr.

Ich hatte also keine Heizung. Ohne Heizung merkt man so einige Sachen. Dass z.B. bei einem schlecht isolierten Haus die Innentemperatur im Gleichschritt mit der Aussentemparatur schwankt. Draussen wird es morgen und schon fängt die Temperatur im Haus an zu steigen. Es wird Abend und die Temperatur im Haus fällt.

Und wenn es draussen kalt wird, dann vermag weder ein 1500W Heizlüfter noch ein zusätzlicher durchlaufender Backofen an einem kühlen Anfang-März-Wochenende die Temperatur über 13°C zu heben.

Anderseits gelingt es der Natur, auch an einem bewölkten Tag, die Umgebungstemperatur spielend um 10°C zu erhöhen.

Was einem bewusst macht, was für eine unglaubliche Menge Energie in der Natur vorhanden ist, die wir nicht nutzen und die als Sonnenlicht auf uns niederstrahlt und uns erwärmt - Backofen und Heizlüfter sind ein kalter Furz im Vergleich zur Gewalt dieser Kraft.

Man merkt auch was für einen grossen qualitativen Unterschied auch nur ein Grad Temperaturdifferenz macht.

Bei 12°C im Haus mit 3 Paar Hosen, 2 Paar warmen Socken, 2 Pullis, einer Winterjacke und einer Wollmütze hat man sofort kalt, wenn man sich nicht bewegt. Bei 13° fühlt man sich mit sovielen Schichten wohl, wenn man sich im Haus bewegt.

Bei 14° kann man schon auf eine Schicht Hosen verzichten.

Bei 16° kann man am Computer arbeiten, hat aber recht kalt und bekommt Halsweh.

18° und nur einem Paar Hosen und 2 Pullis und Arbeiten am Computer geht. Im Haus so herumlaufen ist wunderbar.

Ich denke mein Ziel im Leben ist zu begreifen. Und dies war eine sehr hilfreiche Erfahrung um zu begreifen, was 12-19° sind.

Was mir unvorstellbar ist, ist wie Vögel draussen bei unter Null im Winter überleben könnnen. Bei Null Grad ohne Heizung leben? Ist das möglich für Menschen?

Und es zeigt mir auch wie komplet absurd und von jeglicher Realität abgekoppelt unsere Klimadiskussion ist. In heutigen Häusern bewegen sich die Menschen im Winter in T-Shirts. In öffentlichen Verkehrsmitteln erreichen die Temperaturdifferenzen zur Aussenwelt manchmal wohl 25°C. Sich in der Stadt dem Winter entsprechend anzuziehen ist fast schon ausgeschlossen, da die vielen Schichten, die man in einem ÖV aufgrund der hohen Innentemperaturen abziehen muss bereits ein gesellschafliches Ärgernis darstellen.

Wir sind als Gesellschaft bereit unsere Zukunft auszulöschen, für den Luxus im Winter keinen dicken Pullis anziehen zu müssen? Was für eine gesellschaftliche geistige Umnachtung.

Davon zeugen auch die Debatten um den Klimarappen, in denen vor Jahren ohne mit der Wimper zu zucken behauptet wurde eine Abgabe von einem (!) Rappen wäre für die Wirtschaft nicht verkraftbar. Angesichts des heutigen Preises für Treibstoff, der um 50 Rappen höher liegt, müsste man meinen die entsprechenden Politiker müssten schon längst der Lobby- korruption entlarvt nicht mehr im Parlament sitzen...

Tomáš Pospíšek, 2011-03-28

Pascal's "WITH" in Ruby

For a long time I wondered why Ruby didn't have Pascal's "WITH" construct. It's completely trivial to implent though...

def with object, &block
          object.instance_eval(&block)
        end
        

Now instead of needing to name your object all the time:

object = Object.new
        object.foo
        object.bazbar
        

You can instead just do:

with object do
          foo
          bazbar
        end
        

Oh the simple wonders of metaprogramming :-o :-)))

Tomáš Pospíšek, 2011-03-08

Survival of the ...

Auf der Insel Andaras, die 2000km vom nächsten Festland entfernt liegt, lebte im 16. Jahrhundert eine Population von Luagalen. Luagale sind kleine, auf die Jagd von bodenbrütenden Vögeln spezialisierte Tiere.

Auf Grund von Knochenfunden auf der Insel kann aufgezeigt werden, dass bis Mitte des 16 Jahrhunderts die Luagale gerade Beine hatten. Die heute auf der Insel lebenden Luagale haben jedoch nur kurze, gebogene Beine, welche sie nur in einem, von ihrem Entdecker, dem Forscher Charles S. Garvin, so benannten, charakteristisch langsamen "Taumelgang" fortbewegen lässt.

Lange Zeit galt diese Tatsache als ein Kuriosum der Wissenschaft. Ein diese Woche in der Fachzeitschrift "Journal of Pateolution" veröffentlichter Artikel, weist jedoch ahand von auf um das Jahr 1607 datierten Kohleresten nach, dass in jenem Jahr mit Ausnahme des nur wenige Dutzend Meter breiten und etwa 80 Meter langen, sehr kargen Nordost-Ausläufers, die gesamte Buschvegetation der Insel abgebrannt ist und damit höchstwahrscheinlich auch ein grosser Teil der Luagal Population ausstarb. Unter Berufung auf ältere Forschungsresultate wird gezeigt, dass die heutigen Luagale eine Gen-Mutation besitzen, welche bei den nächsten Verwandten, den auf dem entfernten Festland lebenden Ferrischen Kaoma, eine Knochenverkümmerung auslöst.

Die Forscher um Francine Herrera vermuten nun, dass die gesammte heutige Luagal Population von einem einzelnen Pärchen abstammt, welches aufgrund seines genetisch bedingten Nachteils nicht mit den anderen Luagal Pärchen konkurrieren konnte und sich deshalb auf den sehr kargen Nordost Zipfel der Insel zurückzog, wo es den verheerenden Brand als einziges überlebte.

Tomáš Pospíšek, 2011-02-25

Rails' MVC is not enough - a 'P' is missing

Long time ago a few Ruby on Rails developers in my entourage claimed that business logic should be pushed down into the Model layer.

That didn't make hugely sense to me and since there's a lot of fandom in Rails where your status as a developer seems to be very strongly correlated to the number of the latest buzzwords and Rails extensions you're decorating yourself with and since the claim did not come along with a strong rationale either I pretty much dismissed it as yet another brain fart.

Today though I coincidentally stumbled over an article that very plainly, convincingly and succintly argued the case:

I'm convinced.

However that leaves a gaping hole: where are the business processes? The code thus, that juggles a multitude of different Models, checks them, changes them, takes decisions and reshuffles them?

You do not want to put the processes into the Controller due to difficult testability and a mismatch of concern as explained before.

And you do not want to put it into a Model either, since a Model is not a Process but just a business object.

Stated like this, the answer seems to be obvious: a "P" is missing from Rails MVC; Rails is missing an app/processes directory.

(Strangely enough I stumbled over yet another very good article that suggests a more generic and more complex solution. I wonder what happened with its author N. Alex Rupp?)

Tomáš Pospíšek, 2011-01-26

On the openess of the problem space

For maybe a decade I was under the impression that finding and solving a major interesting problem is not possible any more these days.

I don't exactly know why it seemed to me that way. Maybe because I was only occupied by, and was occuping myself within the same problem space.

My old insight that it's actually work and more generally friction with the wider outer space that is inspiring seems once again to have revealed itself to be true under different circumstances and a different perspective.

The result of the absence of interesting problems was that I was feeling that the technology and environment I was working with were only mildly interesting. It was not particularily mentally challenging and offered no refreshment either.

This perspective has been changing a lot during the last half a dozen months. One factor might be that I switched jobs from my old home ground "systems administration and scripting" to Ruby on Rails programming.

The more I'm getting into the Rails ecosystem the more the landscape I'm perceiving seems to be opening up and yielding to a broader sight of a wide range of common unsolved problems waiting for a feasible and thankful solution.

Maybe it's the old scientific saying that "every problem solved will only give way to two new ones" that makes looking for new challenges so rewarding: the world only keeps on widening.

The other, related factor might have been my work coleague Beat Seeliger who challenged me of being a kind of a static bum not learning enough.

I was percieving myself starving of time, just barely able to handle the ever filling stack of my many duties - taking care of children, making money to care for them and fullfilling the demands of my employers.

However, since taking up the challenge of learning a lot more about Rails, Web design and browsers my pile of stuff to do seems to be slowly but steadily shaving off.

It's not just passive awe but on the contrary sustained effort by my side of more forcefully chopping off the sprouting weeds and cleaning out the corners of my celars and attics.

It's amazing that by taking on a lot more material that the pressure has actually retracted and I feel myself much more free and light and that the horizon has become a lot clearer.

But maybe it's all just circumstantial good luck :)

Tomáš Pospíšek, 2011-01-25

Destroying security through interface design

Gnome is redoing the same error that Windows did ages ago, namely educating its users to just click 'OK' on whatever Gnome asks the user:

What application is asking me here permission? Permission to do what? Shall I say 'OK'? Shall I cancel? On what grounds? Or shall I tell Gnome not to bother begging me for permission with dialogs devoid of any basis for decision and allow whatever application to access my secrets whenever it feels like?

The expectations of the user are set now and the foundation is laid for the next big security incident wave to happen.

Actually, that problem has allready been reported a long time ago to both Ubuntu and Gnome itself.

Tomáš Pospíšek, 2011-01-25

Ein Hoch auf Bleachbit

Bleachbit hat bei mir über 500M Cache Dateien und unbenutzte Locales gefunden und entfernt. Wow!

Tomáš Pospíšek, 2010-11-10

local RSS overfeed :-o

Tomáš Pospíšek, 2010-08-17

Computersucht

Wahrscheinlich ist das Übelste an den Computer zu sitzen ohne eine schon existierende Idee, was man eigentlich machen will. Wenn man den Fehler macht, wird man am Compi kleben bleiben - vorausgesetzt man hat die entsprechende Prädisposition - und genau so hab ich einen grossen Teil meiner letzten 20 Jahre verbracht.

Und wenn man hinsitzt, muss man sich auch an das Ziel halten, ansonsten...

Ebenfalls erwähnt von Paul Graham in The Acceleration of Addictiveness und in How to Lose Time and Money

Tomáš Pospíšek, 2010-08-16

Schoggikübel fressen

Hab die Kinder gebracht und bin heimgekommen. Irgendwann kam fein der Hunger und ich dachte ... warum nicht eine Büchse Stalder Schoggi fressen. Getan.

Mit den Kindern würde ich eine Mahlzeit nicht unbedingt durch eine Büchse Schoggi ersetzen, aber selbst fand ich es ausserhalb des Gewöhnlichen.

Warum muss man Kinder erziehen (muss man sie? Ich denk schon, nur schon deswegen, weil man selbst charakterschwach ist und deswegen kein gutes Vorbild)? Weil das Richtige zu tun oft nicht am lustvollsten ist. Die Erziehung bringt den Kindern einige Gewohnheiten bei, automatisch eher das wahrscheinlich richtigere zu tun.

Z.B. nicht eine Büchse Stalder Schoggi zu verputzen, wenn man Hunger/Lust darauf hat: jetzt, nachdem ich sie verputzt hab, bin ich engergiemässig gegen den Boden gedonnert, weil mein Körper offensichtlich gefunden hat, es gelte jetzt sofort die gesamte Energie für die Verdauung dieser Beton Schicht im Magen zu verwenden, wodurch die Hirndurchblutung leider den kürzeren zog.

Auf der anderen Seite, jetzt wo ich finde, dass es die Kinder recht gut im Griff haben mit mir im Haushalt zu helfen und nach sich selbst aufzuräumen, finde ich es angesagt, gelegentlich vermehrt radikal subversiv zu handeln. Also z.B. zusammen am Mittag einfach Mal eine Reihe Stalders einzuschütten. Als Kontrast, um andere Farben aufscheinen zu lassen und experimentel zu schauen, wie sich "anders" anfühlt und funktioniert. Wird einem schlecht? Muss ich kotzen?

Die radikale Änderung gibt einem natürlich die Möglichkeit von der Sicht der anderen Warte aus erleuchtet fundamental andere Fragen zu stellen:

Wozu?

Warum?

Es könnte auch anregen die Erziehung und den Erziehenden zu hinterfragen. Seitens der Grossen und seitens der Kleinen.

Tomáš Pospíšek, 2010-08-15

The unspeakably bad state of internet shopping

So I wanted to transfer some money to Flattr.

First you need to accept a contract (10. Aug. 2010) that can be "changed at any time without notice" and "we encourage you to check here (the contract) often". Is it at all possible to even make fouler contracts than this? I guess so, nothing worse than the propagation of american law culture it seems. (brokep tells me on IRC that they will change the contract - we'll see.)

But the central question is, why do I have to accept any fucking contract at all to access a trivial Web service?!? Do I need to read stinking legalize when I need to go to take a pee at a pay-toilet? Have I to accept a contract when I go swimming in the municipal swimming pool - an action that can have much, much more severe consequences than whatever online service? Of course I don't. And for a good reason not, since for some century or so our civilisation has succeeded on agreeing to a set of rules that regulates daily life and makes it possible without gratuitous friction, a feat that the online world seems to be incapable of.

Even though the brightest minds and the most agressive venture capital is at work in world wide virual paradise, these people are not even able to provide services to their users without forcing massive amounts of legalize down their throats? Legalize which often enough is completely devoid of any sense and without any link to any reality?

And those people are able to utter a word like "userfriendlines"? Give me a break! Is our Web 2.0 culture in reality a split, schizophrenic one? Or is it the $$$money$$$ that greedily wants to protect itself prior to anything else?

So on with the quest to open a Flattr account: next thing to do is to transfer them some money. Choices:

I avoid the credit card companies, because they are the #1 reason spam exists, they don't mind passing money on to spammers or any dirty business online. They don't mind deceiving their customers. Profit is their morale.

Last I checked the Paypal contract it said something like "we pass your data on to others when we see fit". So, no, not with my data, get you gone!

That leaves me with direct money transfer, which actually is what I want. Flattr has chosen Moneybookers to deal with money transfers for them - and wheee:

I enter all the data and my IBAN and the website tells me the IBAN is wrong. And promptly omits the IBAN field, so I have to press the 'Back' button which prompts me whether I really want to resubmit the POST which makes me wonder how many times the amount of money will actually be transmitted in the end. Unspeakable. Is this Web 2.0?

So at some point I succeed and - am transferred to yet another online bank. This time it's Sofortueberweisung.de. Same story again:

But the true climax of it all is that even though they are not even able to spell the name of my home bank right, they want me to give them the credentials of my home bank!

Needless to say, that my home bank tells me not to give them my credentials, since they don't have any contract and no business with them and since, of course, you should never transfer your credentials to anybody else than your homebank.

So finally, in order to transmit some meager 20 Euros, I would have read through some twenty A4 pages of legalize bullshit, made direct business relations with three companies and in the end even given up sovereignty of my bank credentials to some dodgy website. And it would have taken me about 2h to pay those 20 Euros.

Online internet shopping is complete and utter rubbish. Payment in Web 2.0 is a joke. It's 2010. The Web has been invented twenty years ago.

Tomáš Pospíšek, 2010-08-11

Rassismus: China

Angst

Irrationalität

Tomáš Pospíšek, 2010-08-05

Synchronizitaet

So 5 Wochen ist es her, dass mir die Wasserversorgung anrief, um bei mir den Wasserzähler ablesen zu kommen. Da wir keinen Termin fanden, schickten sie mir ein Kärtchen zum selbst ablesen.

Nun, heute beim Aufräumen fand ich das Kärtchen und bin runter den Wasserzähler abzulesen. Ich stand vor dem Wasserzähler und fragte mich eben, wie ich die wiedersprüchlichen Zahlen interpretieren soll, als mein Telefon klingelt: die Frau von der Wasserversorgung am Apparat.

Innerhalb von 40 Sekunden hatten wir das Zahlenrätsel gelöst und die Frau hatte die notwendigen Angaben.

Lange ist's her, dass ich ein dermassen einschlagendes Erlebnins von Synchonizität hatte. Gut, dass dieses unerklärliche Phänomen in meinem Weltbild wieder aufgefrischt wird. Die letzten Paar Jahre war alles etwas sehr rational.

Tomáš Pospíšek, 2010-07-23

The solution to the egregious, untenable IT problem

Your job as a programmer has become obsolete!!!

I've heard from a friend of mine, that's contracted as a freelancer on a large governement IT project, that the consulting company - one of the world's most renown - has determined, that the main cause of that project's failures are the programmers.

The synchonicity is striking, as my own intense thinking has also led me to the conclusion, that it's always the programmers, that write the buggy code in applications and also it's also always programmers that take too long!!!

It's surprising though that nobody has succeeded in finding the evindent solution: removing the root cause of the problem means eliminating the programmer!!!

That means we only need one correct programm, and since computers never make mistakes, that program will write our applications, which will therefore be bugfree!!!

With no further ado, here. is the application generator. A business consultant or project manager needs to fill out what functionality is needed, and the programm will generate the application for him. And that's the end of IT headaches!

Tomáš Pospíšek, 2010-07-20

killall -9 K

I'm moving away from kde.

Recently at some random point in time akregator just stopped working. When I would start it, it would just use 100% CPU and that'd be it. Remeber working with some of the less stable versions of Word that did this? That wasn't funny and still isn't.

While trying to find out which configuration caused it to loop I discovered that when I'd start akregator a dozen or so new kde processes would start and a lot of them would remain there, even after having terminated akregator. WTF?!? Processes running and consuming ressources for no aparent reason. Am I running Windows or what?

And none of those background processes is properly documented:

Nothing useful there. Reminds me a lot of Windows, where one has to search the web to find out what most of the running process actually could be doing.

And it's not even possible to kill knotify sanely, one has to use SIGKILL. It's like on the Mac or Windows where some company and not you decides what's best for you to run on your PC.

So finaly my debugging session went something like:

        $ killall akregator; \
          killall kwalletd; \
          killall kio_http_cache_cleaner; \
          killall kwalletd; \
          killall kdeinit4; \
          killall kded4; \
          killall -9 knotify4; \
          rm -R ~/.kde/share/config/akregatorrc \
                ~/.kde/share/apps/akregator/; \
          cp -a ~/{backup/akregator/,}.kde/share/config/akregatorrc; \
          cp -a ~/backup/akregator/.kde/share/apps/akregator/ /home/tpo/.kde/share/apps/; \
          sleep 1; killall kwalletd; \
          sleep 1; killall kwalletd
        $ divide and remove stuff from konfig
        $ akregator
        $ restart loop
        

Insane. I didn't find out, I could not really pinpoint it to one or two entries.

And then: have you ever tried to start some KDE app from the command line? Most of them will swamp you immediately with errors, warning, missing libs and files, debug statements etc. etc. etc. Polution. Have you ever tried to debug Windows from it's logs? There you go.

So I'm sorry to say:

        # apt-get remove akregator
        # apt-get install liferea
        

KDE seems to be getting worse and worse for me, more and more bloat, pure point and click. But it seems like I'm the only one and every one else is cheering - or is maybe just buying a Mac instead?

The reason I left Windows behind and went with Linux almost twenty years ago, is because I wanted to understand my computer. "It works right now (and maybe not a moment later for no aparent reason)" was not sufficent then and it's not sufficient any more now.

Stuff breaking randomly - I can debug and contribute to part of it, but the flow of bugs is more than I can handle. I am dropping parts of my infrastructure and replacing some of it by differt one just to keep a sane working environment. Kind of depressing.

Tomáš Pospíšek, 2010-07-06

updated: kaddressbook bye bye

I wanted to phone someone and started my addressbook.

Nothing happened. Then the fan started to buzz and errors started to scroll by at a furious pace. After a while my addressbook appeared indeed - it was empty. I was dismayed. What had happened?

I started "top", there was a process virtuoso-t consuming my CPU. WTF? As usual with "modern" Gnome and KDE programms - no information at all on my laptop about this programm that absurdely lives somewhere under /usr/lib.

I asked Google and lo behold - it's some new KDE framework that installed nepomuk, akonadi, and a new DB virtouso-t on my laptop and now I had no less than 12 (!!!) akonadi and 4 nepomukservices processes banging down on my machine.

Only god knows why I need two dozen processes to manage my meager addressbook.

        # apt-get remove virtuoso-nepomuk kaddressbook
        # apt-get install abook
        

Good bye kaddressbook.

So there goes my recent story about my last Ubuntu update to Lucid:

Update on 2010-07-06:

Some of my problems could have been caused by a wrong filesystem configuration: http://bugs.debian.org/582888

Tomáš Pospíšek, 2010-05-20

Hoffnung

ich hatte mich letztens gefragt, was ich wohl auf die Frage: "was ist am wichtigsten für Sie?" antworten würde. Ich weiss es nicht, aber "Hoffnung" ist ein Anwärter.

Und ich höre eben Radio Rasa (Sendung: Chaos in Paradise) und dermassen hohe Musik Qualität zu hören ist Hoffnung für mich: trotz der erstickenden Masse an Scheiss, welche den Äther ununterbrochen überschwemmt, gibt es eine Gruppe von Leuten, welche ohne Rücksicht auf diese erbärmliche Produktion menschlicher Wesen, Musik von einem Kaliber aussendet, das in einem ganz anderen Niveau-Universum spielt. Das ist Hoffnung für mich: ein Vorbild, dass mir zeigt: ja es geht.

Vielleicht ist auch das der Grund, warum ich nicht mehr so in der Open Source Szene bin - als ich drin war, machten manche Teilnehmenden eben diesen grossen Eindruck auf mich. Dem ist nicht mehr so. Und somit möchte ich da auch nicht mitmachen.

Tomáš Pospíšek, 2010-04-12

What's wrong with gnucash

Gnucash is a fine piece of software. I have first used it in 2001. From this time however, it is not clear what has changed. Sure, the icons are nicer. There's a new splashscreen (an odious invention). At some point Gnucash gained a wizzard to set up accounts and predefined account hierarchy templates. Very nice.

However a lot of stuff that wasn't good still isn't, and there's a lot new stuff that isn't either and the world has moved too.

My task was to import account data in MT940 Swift format and find out what's happening with the money.

Most of these usability bugs have been in Gnucash since the beginning. They make working with Gnucash very painful.

Tomáš Pospíšek, 2009-11-11

functions considered bad

Lately I had to script some failover procedures.

We needed to switch this service to a different environment, to rewrite that config file to point to a different ressource and restart it etc.

At every step that was taken, the question was: "what if this step would fail?". Continuing after a failure of any single step would transition the system into an even more incoherent state.

Determining the reason for the failure and trying to fix it seemed not trivialy feasable. Rolling back wasn't possible either because the reason to failing over is often enough that the system as a whole is useless in its current state.

Since the answer to the above question was hard, i.e. we would not know why some step would have failed, the answer that we chose was: "Abort and let the admin decide on how to proceed".

The script started as a collection of one liners that configured various aspects of the system pushing it over to it's failovered state.

Common sequences of steps were combined into shell functions, utility and helper routines were written resulting in a script that wasn't a simple sequence of shell commands any more.

So provided that there would be some problem, as would be expected in the case of a failover, the admin would have a very hard time following the various steps the script would have taken, needing to follow the script through various functions and decision forks.

Miserably I decided to revert the script back to more or less a list of one liners plus very sparse convenience functions.

Concentrating repetive tasks into subroutines and removing redundancies is one of the first, fundamental paradigms of programming and still, here is a case where doing just that would be detrimental.

Having a good editor, that has a good search and replace function seems to be good enough to change parameters of the script (such as host names) in case the system has to be modified for new hardware or scaled to more machines.

Once again it seems, that there is no one size fits all in the world of programming and that, in order to find good solutions one is forced to reflect on the "why"s and the adequacy of even the most basic programming rules.

Quite desillusioning that it seems to be so :-|

Tomáš Pospíšek, 2009-10-27

eine unbewusste Fertigkeit lernen

Lieber Leser, kannst Du blind mit 10 Fingern schreiben? Wenn ja, weisst Du wie Dein Maschinen-Schreiben funktioniert? Sind Deine Finger synchron mit Deinen Gedanken? Oder denkst Du zuerst und dann erst "schickst" Du die Zeichenkette an die "Finger"? Und wie finden Deine Finger die Buchstaben? Weisst Du wo die Buchstaben sind, oder wissen das nur Deine Finger und Du nicht?

--

Ich persönlich kann nur dann blind 10 Finger schreiben, wenn mich auf den Text konzentriere und nicht auf die Buchstaben. Die Umsetzung von Worten und Teilsätzen auf Buchstaben geschieht in einem opaken Subsystem, auf das ich so gut wie möglich keine Aufmerksamkeit zu lenken habe. Weil wenn das Tip-Subsystem vom Bewusstsein total in Ruhe gelassen wird, dann scheint es auch am besten zu funktionieren.

Vielleicht funktionert Bewusstsein analog zum "Tracing" von Funktionen bei Computerprogrammen: diese verzögern durch Einfügen von Spezial-Feedback-Instruktionen in den Code die Ausführung des Programmes. Und da Schnelligkeit und somit Timing beim Tippen essentiel ist, könnten externe Verzögerung das System durcheinander bringen, genau gleich, wie es bei anderen Timing-kritischen Systemen auch passieren würde.

Mir scheint aber eher, dass Bewustsein so etwas wie eine "Maske" ist, welche sich über einen Funktionsbereich legt, wie eine gallertartige Qualle, welche man über eine gedankliche oder Funktions-Region im Hirn legen kann und welche dieses Objekt zwar immer noch recht gut sichtbar durchblicken lässt, aber auch bizzar verzerrt und auch sehr träge macht, bzw. behindert.

--

Auch interessant ist, dass ich selbst nicht bewusst weiss, wo einzelne Buchstaben sind, meine Finger dies jedoch sehr wohl und präzise wissen. Dies ist aussenordentlich bemerkenswert, heisst es doch, dass nicht nur Abläufe unbewusst beherrschbar sind, sondern auch "Landkarten" unbewusst abgespeichert und vorgegebene Orte auf diesen so erreicht werden können.

--

Wenn man am Anfang des Lernens des 10 Finger Schreibens noch zwischen dem Denken des Textes und dem Tippen einen Unterbruch hat, während dem man überlegen oder nachsehen muss, wo ein Buchstabe auf der Tastatur ist bevor man ihn tippen kann, so scheint es, dass einem das Hirn später, wenn man blind tippen kann einem das Tippen und Denken des Textes als gleichzeitig erscheinen lässt - d.h. man denkt den Text und im gleichen Moment sprudelt er vom Bildschirm. Es fühlt sich wirklich absolut gleichzeitig an: es ist als ob die Finger ein Teil des Hirns, bzw. die Finger ein Teil des Denkens sein würden...

Diesbezüglich stellt sich auch die Frage - in Erfühlung der Tatsache, dass die Finger, aber vor allem die Sehnen zwischen Unterarm und Hand müde werden - ob man wohl eine andere technische oder sensorische Übertragung an den Computer hinkriegen würde, als über die Finger? Man würde annehmen, dass es somit nur eine Frage des Trainings eines Automatismus mit Feedback Funktion ist, bis einem dieser "ins Blut" übergeht...

Tomáš Pospíšek, 2009-10-15

lusche Vertragsbedingungen beim Mieterschutz Schweiz

Der Mieterschutz Schweiz ist eine Institution, welche den Mieter vor potentiell agressiven und unfairen Vermietern schützen soll.

Kurioserweise sind die Vertragsbedingungen des Mieterschutz Schweiz selbst sehr aggressiv und Mieter-unfreundlich: man muss die Mitgliedschaft beim Mieterschutz Schweiz drei Monate im voraus auf Ende des Jahres künden. Wenn man dies nicht tut, wird die Mitgliedschaft stillschweigend verlängert.

Ob man vom Mieterschutz Schweiz betrieben wird, wenn man die Rechnung nicht bezahlt hat, da man vielleicht gar nicht mehr Mitglied sein wollte und nur vergessen hat "rechtzeitig" zu künden ist mir nicht bekannt.

Es stellt sich die Frage, ob ein Verband welche solche Praktiken benutz auch wirklich die Interessen der Kunden vertritt.

Tomáš Pospíšek, 2009-10-10

Comparing Computer Languages

A cultural haze appears to be surround languages. The choice of a computer language for a software project seems to be in the first place a cultural issue.

Ajaxy Web 2.0 apps might be written in Ruby on Rails, Enterprise applications and SOA architectures in Java, Windows desktop apps in C# and Linux automation is in Bash. Other Unices use ksh and system Daemons are in C?

Is this decision made consciosly? It would appear to be irritating if it was not, given that computers, the thing being programmed are devices of mathematical precision.

Many programmers often seem to learn one language and to remain within their original culture. Same goes for project managers.

Which means that many projects get written in the only language the people at hand know or maybe the (only) language they know best.

Which also means that in case there are better or worse choices for implementation languages to choose from, then many projects will possibly not use the best tools.

I assert that being able to program well in some language also means knowing it well. This knowledge comes mostly from usage and a lot of usage will make you have a lot of experience with the language. Programming that takes a lot of time.

It is said that it takes 5 years of programming to learn C++ - suggesting that C++ is hard. However I think that 5 years is the lower bound for about any contemporary language.

It's not only knowing the basic syntax, it's also knowing how the language behaves once you have a lot of code, how fast the language is executing under different circumstances, what the culprits of the language are, what the traps and problem points are, what surrounding infrastructure there is for the language and all the knowhow surrounding those ...

I have been programming Bash in vim for some 15 years by now and am absolutely amazed about how the learning curve is not stopping and am feeling that I am learning more about theses two tools now than I ever was before.

So is the apprentissage time for a good programmer maybe 20 rather than five years?

If it takes very long to learn to use some tool then staying with it seems to be justyfied, since moving over to a different one means slowly loosing the fluency with it.

So is the above mentioned inertia to switch languages maybe even a fortunate happenstance?

Or does it mean that you are using the same ole hammer for any and every computer task at hand?

My experience with different languages is that some are much, much more effective at solving some type of problem. Possibly ten times less code to write, to maintain and to debug. Which as is being colported seems to mean ten times less effort too.

Does a massive increase in effectiveness beat the advantage of fluency and mastery of an established language?

How is it possible that apparently more effective languages are not replacing the more cumbersome ones in the competition of the marketplace? Programming is extremely expensive so how come it's not the best ones that propagate? Or are they?

My opinion on the issue is somewhat set: i think that there are better and worse languages. Some only for specific tasks, some in niche problem areas, but some generally.

The question is however how to find out, when to use which one. Also of interest is the question of which features of some specific language actually make it more powerful.

So I am setting to find out and to cover some of the ground.

As a first object for study serves the little awql tool which I originally wrote in bash. Awql lets you do simple SQL queries on structured text files.

I'm going to try to translate it to various languages and see what happens.

Tomáš Pospíšek, 2009-09-24

Pindjur

Dank meiner Ex-Frau hab ich Ajvar, ein Produkt balkanischer Kultur, gern gekriegt. Ayvar sind gekochte, zermixte Paprikas, Schärfegrad von "merke nichts?" bis "yesss" mit sonst noch Sachen drin.

"Pindjur" hergestellt von "vitaminka", letzthin beim Bahnhof Zollikofen gekauft, lässt jedoch alle anderen bisher vertilgten Aivars in den Startlöschern stehen und setz die Messlatte in einer ganz neue Dimension:

Eine Quelle für Pindjur in Schaffhausen wäre prächtig!

Tomáš Pospíšek, 2009-08-16

blockv2 fertig :-)

So, nun sollte auch die "Signature" sammt Datum stimmen - v2 ist fertig :-)!

Tomáš Pospíšek, 2009-06-04

Softwerkeln

Schon lange her, dass ich nichts mehr auf dem Block notiert hab.

Inzwischen hab ich meinen Block RSS fähig gemacht. Jetzt ist der Code weit nicht mehr so elegant wie er war. Muss das noch reflektieren und herausfinden, warum es genau dazu gekommen ist.

Und der neue Block Code hat noch Bugs, aber ich mag jetzt wieder notieren und bügle die Käfer dann zusammen mit dem eleganter machen später aus.

Ah!

Danke an Khodjaev Stanislav (Kurumizawa) für das schöne RSS Icon:

Tomáš Pospíšek, 2009-06-03

Video Editing under Linux

Goal: make a screencast

Found a good site, that describes available options. Chose gtk-recordmydesktop and did a screencast.

Went on to cut the screencast.

Tried openmovieeditor 0.20080102-2.1build1.1. OME doesn't handle Ogg Video well however: it complains a lot about not found frame beginnings. Thus I transformed the Ogg video into AVI with:

        mencoder out.ogv -nosound -o out.avi -oac mp3lame -ovc lavc
        

however that did not copy the sound. Never mind, because when playing out.avi in OME it only displays every full frame or so, which makes the editor unusable for video editing.

Went on to cinelerra. Playing the ogv file would only show a small cutout of the originally recorded screencast. I spent an hour or so to find out how to change that. During this time cinerella managed to crash once and to hang itself with 100% CPU a few times. When trying to put the marker somewhere at the end of the recording, cinerella would not be able to find a frame to start from, thus it would only play sound...

But even mplayer would complain about some stuff not right with the file.

Only vlc seemed to play the OGV file cleanly.

My takeaway from this is:

So I went back to the command line once again and after much trying and asking the online oracles I found the maging mencoder incantations:

It must be good to have a Mac.

Tomáš Pospíšek, 2009-04-09

mod_cluster

Ich wurde eingeladen an einem Vortrag der Obergurus von und über mod_cluster zuzuhören. Kurioserweise fand ich das, anderst als viele Geek Freunde, aber uninteressant.

Ich war überrascht, weshalb dem nun so sei. Daraus entstand folgendes Mail:

...

Während der letzten Paar Tage war ein nice idle Thread in meinem Hirn gescheduled, welcher diese Thematik durchmühlte.

Den Ausschlag, dass mir der 20er fiel, gab, dass ich mich wieder einmal mit Debian-Exim4's absurd komplexer Konfiguration befassen musste.

Der zentrale Punkt daraus:

The reason I dropped sendmail 15 years ago was that the configuration was way more complex than learning a new computer language. Exim4 has got to the exact same point by now: Debian’s variant of Exim4 has dozens of interdependent config files, partially created from templates and being rebuild by generators with half-standardized variables etc. It’s a pain. Maybe I should have upgraded to postfix from exim3 instead.

Evidently the Mail community needs a variation of Greenspun’s Tenth Rule Of Programming:

“Any sufficiently advanced MTA program contains an ad-hoc, informally-specified reimplementation of sendmail’s configuration system”

Beim mod_cluster Themenbereicht ist die Situation nach meinem Gefühl gleich.

Jedes Mal, wenn ich was an unserer Webserving Konfig ändern muss, wenn ich ein Ruby oder Mongrel oder Apache oder Nginx Upgrade machen muss, dann hab ich dieses flaue Gefühl im Magen, bzw. einfach Angst, dass dieser Mikado-Haufen zusammenfällt.

Es macht mich nicht an, ich habe keine Freude dran. Das System ist unübersichtlich, undurchsichtig komplex und labil:

Und dabei gab mir schon nur Apache's Konfiguration, ohne all die anderen Komponenten früher schon dieses schlechte Gefühl und hatte diese meiner Meinung nach schlechten Eigenschaften (komplex, labil, interdependent, schlecht debugbar, trial&error).

Der Bauch sagt mir: flieh!

Und nun also der nächste Schritt - das ganze soll, womöglich regelbasiert, mittels Regeln, die nota-bene z.B. in Java Sourcecode implementiert sind und somit nicht zu Laufzeit in Cleartext sichtbar oder änderbar sind, zu Laufzeit dynamisch umkonfiguriert werden.

WS-Deathstar. Das ist die falsche Richtung. In this direction lies doom and desperation. IMHO.

Ich kann verstehen, dass Kompexität per se, als l'art pour l'art fasziniert, zumindest für meinen Magen ist das Gesammtsystem jetzt schon von angsteinflössender Komplexität. Für mich wäre also die andere Richtung interessant -> das ganze System einfacher zu machen:

?

Lösung: Unit Testing für System Administration? Da war doch Mal so ein Projekt dafür?

Tomáš Pospíšek, 2009-03-02

Software Architekten

Ich dachte immer, Software Architekten seien jene Leute, welche in Visio oder Rational Rose arbeiten, viereckige, beschriftete, mit Linien verbundene Kästchen malen und UML den Rang eines zu erlernenden Standards zusprechen.

Dass diese Rolle offenbar weitverbreitet auch so verstanden wird, ist sehr problematisch, da Coden oder Proof-of-Concept Prototypen Basteln dann aus dieser Warte nicht standesgemäss sind.

Das Wort Architekt lügt in diesem Falle, da es suggeriert, dass SW Architektur essentiell ähnlich dem herkömmlichen Architekten sei, welcher einen Plan zeichnet, der dann von einer Baufirma ausgeführt wird.

SW ist aber insofern fundamental anders als das Bauwesen, als dass ein grosser Teil dessen, was erstellt wird neu ist und also so noch nie getestet wurde. Hingegen sind alle Teile eines Hauses Massenprodukte und auch die Baustatik ist eine wohl bekannte Disziplin, welche in der Regeln nichts neues erfindet.

Die fachliche Logik der SW entsteht in der Regel neu und ausserdem besteht eine der grössten Schwierigkeiten darin überhaupt herauszufinden, ob denn das was an SW entsteht überhaupt dem entspricht, was der Kunde eigentlich meint.

Natürlich gibt es einen grossen Fundus an SW (Bibliotheken aka Libraries), welche wiederverwendet werden kann. In der Regel ist diese aber niemals so stabil, zuverlässig und robust, wie die vorgefertigten, bzw. Standard-Teile der Baubranche.

Daraus folgt, dass die Erwartung, ein Architekt könne einen Entwurf machen, welcher dann implementiert wird, irgendwo zwischen naiv und realitätsfremd liegt. In der Regel muss die Software Entwicklung mehr oder weniger iterativ durchgeführt werden, d.h. erst während der Implementierung können Fehler und Fehlannahmen entdeckt und im optimalen Falle von der Architektur für einen verbesserten Entwürf verwendet werden.

Woraus wiederum folgt, dass der SW Architekt v.a. dafür sorgen sollte, dass das Gesamtbild dessen, was gemacht werden soll, in grossen Zügen einigermassen bekannt ist. Damit der Architekt seinen Entwurf auch nur im Ansatz realistisch gestalten kann, muss er recht grosse Erfahrung mit jeglicher eingesetzter Technologie haben, bzw. in einzelnen Bereichen auf den Rat von Technologiespezialisten zurückgreifen.

Weiterhin muss er dafür sorgen, dass die Entwickler Ihre Teile gut in das Gesamtbild eingepasst liefern, und dass sie sich an die vorgegebenen Leitplanken halten. Insofern hat er die Rolle des Vorarbeiters der Baubranche inne.

Die Fähigkeit Software von guter Qualität zu offeriertem Preis und innerhalb der angegebenen Zeit abzuliefern, hängt neben dem Glück, dass "aus dem Nichts" keine Unbekannten auftauchen, somit von der Stabilität der einzelnen Mitglieder und deren fein abgestimmtem Zusammenspiel ab, d.h. deren guten gegenseitiger Kenntnis und entsprechdem Arbeitsverhältnis.

Der Architekt muss die Viereckchen so zeichnen können, dass sie seinen Entwicklern genug Bewegungsfreiheit lassen, dass sie diese nicht überfordern und dass das ganze Bild robust gegen das Wackeln der einzelnen Viereckchen ist. Er muss stark genug sein, seinen Entwurf zu verteidigen, muss aber auch gut zuhören können, um in der Folge das Bild möglicherweise radikal umzustellen.

Ein weiterer fundamentaler Unterschied zu Bauwerken: Software ist meistens nie fertig - somit muss der Architekt einen festen Augemerk darauf verwenden, dass die Software auch über längere Lebensdauer nicht verwest und hässlich wird, und dass die Strukturen, die er entworfen hat einem längerfristigen Wachstum dienen bzw. standhalten. Einem Wachstum während dem womöglich ein grosser Teil des Zellmaterials im Laufe der Zeit ersetzt und oder verändert wird.

(entstanden aus einem Gespräch mit Bernhard Pfund)

Tomáš Pospíšek, 2009-01-26

Migros Kundendienst

Ich war völlig erstaunt, als die Migros mir ankündigte, die Post-Its aus dem Sortiment genommen zu haben und mir als Entschädigun einen Zwanziger anbot.

Ich habe das letzere dankend abgelehnt und noch Mal zurückgefragt, ob denn damit das wirkliche Problem (Ramsch-Verkauf?) nun gelöst sei?

Tomáš Pospíšek, 2009-01-26

Die Migros verkauft ihren Kunden kaputte Produkte

Die beiliegenden Post-It's kleben nicht.

Man heftet sie an eine Türe, einen Türrahmen, den Monitor und am nächsten Tag klebt die Notiz, welche man zwecks Erinnerung prominent plaziert hat höchstens noch an der Schuhsohle.

Sprich, das Produkt, das ich von Ihnen erworben habe funktioniert nicht, war neu kaputt.

Ist das eine Ausnahme? War das ein Ausreisser oder hat die Migros da ein Abfallprodukt bei der Kasse hängen, welche Ihre Kunden erwerben?

--

Vor einer Weile hatte ich, ebenfalls im Do-It von den Tischen mit den "preiswerten" Produkten ein Paar Tischtennis-Schläger erworben.

Die Schläger waren platzsparend so verpackt, dass die Flächen der Schläger aufeinanderlagen.

Als ich sie zuhause auspackte, um mit den Kindern Tischtennis zu spielen, bemerkte ich, dass die Seiten der Schläger, welche aufeinanderlagen, überhaupt keine Gummibeschichtung hatten, sondern nur das rohe Holz. Dies war beim Kauf aufgrund der Art und Weise der Verpackung natürlich nicht sichtbar.

Als ich ungläubig den einen Schläger hin-und-her wendete fiel der Gummibelag von der einzig beschichteten Seite herunter. Hatte sich der Hersteller vielleicht sogar den Leim gespart?

Dass die Beschichtung auf der beim Verkauf nicht sichtbaren Seite fehlte, wird im Volksmund "Bschiss" genannt.

Verkauft die Migros wohl bewusst kaputte Produkte an Ihre Kunden?

--

Es ist schon eine Weile her, dass ich wiederum im Do-It, ein preisgünstiges Set Torx Bits kaufte, um meinen Laptop zu reparieren.


(die aus der Migros waren auch gelb)

Zuhause angekommen drehte der Torx Schraubenzieher leer in der Schraube.

Anfangs dachte ich, dass die Kronenschrauben wohl eine Zwischengrösse hatten - das kleinere Bit war offensichtlich zu klein, das grössere passte nicht in die Schraube - bis ich später zufällig mit einem geliehenen Torx-Schraubenzieher eines anderen Herstellers die Schraube mühelos rausschrauben konnte: die angeschriebene Grösse auf dem entsprechenden Bit stimmte mit der des geliehenen Schraubenziehers überein, nur - die Bits der Migros waren leicht zu klein und vor allem, die Spitzen der Krönchen waren stumpf. Offensichtlich war die Gussform des Bits schlecht d.h. unpräzis gefertigt worden: das Bit taugte nur dazu die Kronenschrauben kaputt zu machen.

Als ich das Torx-Bits-Set im Do-It zurückgab erklärte mir die zuständige Frau ohne Aufforderung, dass das Problem bekannt sei und sogar in der Presse publiziert worden war. Zumindest einem Teil der Migros war das Problem also wohlbekannt.

Fast ein Jahr später entdecke ich im Do-It wieder (oder nach wie vor) das gleiche Torx-Bit-Set mit den identischen, stumpfen Kronenspitzen.

Ich versuche der Frau am Kunden Service zu erklären, dass das Produkt, das da verkauft wird defekt ist. Aber sie will es nicht hören.

Wie kann dieses Verhalten seitens der Migros wohl erklärt werden? Verkauft die Migros in vollem Bewusstsein kaputte Produkte an ihre Kunden? Oder weiss die linke Hand (der Einkauf) nichts von der rechten (Verkauf, Kundenservice)?

--

Nicht nur erwarte ich von Ihnen, dass Sie mir das Geld für die Post-It's (als Note-It's verkauft) und die Tischtennis-Schläger zurückerstatten.

Ich erwarte von Ihnen vor allem mir mitzuteilen:

Mit freundlichen Grüssen, *t

Tomáš Pospíšek, 2009-01-24

transparente Haut

Gentleman zu sein finde ich einen absolut bewundernswerten Charakterzug. Kann man das lernen? Wie? Bis zu welchem Alter?

Meine Stimmung ist jeweils offensichtlich. Ich bin nicht im Stande meine innere Verfassung hinter eine immer gleichermassen zuvorkommenden Art zu stellen. Leider kriegen jeweils meine Mitmenschen Ihr Fett ab, wenn es mir nicht gut geht. Insbesondere meine Kinder, welche schutzlos ohne Ausweichmöglichkeiten meiner schlechten Laune ausgesetzt sind.

Heute war ich wieder Mal erschöpft.

Diese Erschöpfung kann unterschiedlich sein. Manchmal bin ich depressiv, manchmal merke ich, dass ich nicht im Stande bin, mich auf etwas koplexes zu konzentrieren, manchmal merke ich, dass ich einfach ewig vor dem Compi hänge und mich nicht vom Solitaire Spiel oder vom Surfen losreissen kann. Und manchmal merke ich, dass mein Tolleranz-Puffer extrem dünn ist. D.h. ich reagiere dann auf Stress oder unliebsames mit Agressivität. Stress oder unliebsames wird unweigerlich von meinen Kindern ausgelöst - sie machen Fehler, sie missachten Regeln, ich bin Ihre Bezugsperson, welche ununterbrochen auf sie reagieren muss. Und so überreagiere ich dann ohne Vorwarnung.

An was es wohl liegt, dass ich so wenig von dieser Fähigkeit habe, meine Wirkung innerhalb von definierten Grenzwerten zu halten? Ist es die Erziehung? In schwachen Momenten sagt meine Mutter jeweils, sie habe mich schlecht erzogen. Oder ist es eine Charaktereigenschaft - sozusagen in meiner Anlage festgestanzt? Oder liegt es an den Lebensumständen - zu wenig Schlaf?

Heute hab ich's gemerkt, dass mich Sachen zu schnell stressten. Und hab danach die Strategie verfolgt, mich selbst nicht zu überfordern, bzw. Situationen und Handlungen zu vermeiden, welche in mir zusätzlichen Unwillen verursachen würden. Und so hab ich den ganzen Tag niemandem Unrecht getan. So schön. Ist es möglich, dass ich im Stande bin zu lernen? Es wäre wunderbar. Wohl das schönste in meinem Leben.

Tomáš Pospíšek, 2008-12-13

Weihnachten

Tomáš Pospíšek, 2008-12-10

Daemon abschalten

Ein Arbeitskollege meinte: "ich hab den (Continuous) Builder abgeschaltet und mache ihn nur bei Bedarf wieder an". Zufällig sah ich einige Zeit später, dass nicht nur, wie erwartet, der Build Service, sonder der ganze virtuelle Server runtergefahren war.

Es erstaunt mich immer wieder, wie virtuelle Server das Verständnis der Computerei an vielen Stellen fundamental ändern. Einen virtuellen Server an oder auszuschalten ist so einfach wie das Neustarten eines Daemons. Danach ist er dann aber auch komplett stillgelegt. Man zieht einfach den Stecker und ist dann zweifelsfrei sicher, dass das Gerät völlig ökologisch nur noch ein Stück toter Metallverbindungen ist.

Tomáš Pospíšek, 2008-12-08

UPS

Von einem Unia (aka Un1a) Flyer eingescannt:

Tomáš Pospíšek, 2008-12-04

The day I moved to Yahoo

Incidentaly I read http://sethf.com/infothought/blog/archives/001403.html and there's a note about yahoo and live.com. I tried my previous "don't verify sender domain exim4" search and the first 6 results had the word exim4 right in the title or in the extract. I made Yahoo my default search engines in firefox right away. Takes a lot of effort to migrate a user away, but Google has succeeded.

Tomáš Pospíšek, 2008-12-02

I hate Google

Lately I've been cursing all the time when using Google. Every time I search for something like f.ex. "don't verify sender domain exim4" Google will feed me with a pile of shit, most of it not even containing the precise word "exim4". What the fuck?!?! Google is becoming completely unusable for me. I have been trying alternative search engines lately, but, unbelievably, they're even worse:

Somebody help me (tpo_hp at sourcepole ch) please.

Tomáš Pospíšek, 2008-12-01

das Gedächtnis des Internets

Das Internet vergisst nie. Ah was. Im Gegenteil, das Internet ist sehr ephemer. Es vergisst schneller als mein Gedächtnis und um zwei Qualitätsordnungen schneller als Publikationen auf Papier.

Wir, die Sourcepole, sind eben den letzten Server von Debian Sarge, einer Linux Distribution, welche im Jahre 2005 herausgekommen ist, auf das neueste Release am migrieren.

Die Pakete von Debian Sarge sind wortlos vom Netz verschwunden. Wenn man Debian nicht sehr genau kennt, wird man die Software, welche man für die Migration braucht (rsync in unserem Fall) nicht mehr finden. Ich hab um die 40 Minuten gebraucht, bis ich eine Quelle für Sarge CDs fand. Das Archiv selbst scheint gemäss Google nicht verlinkt zu sein.

Ich bin mir also "schnell" noch historische Debian Sarge 3.1 DVDs am runterladen und brennen und fühle mich, 3 Jahre nach dem Release der Distribution wie ein Archeologe, welcher in den dunkelsten Geweiden des Internets mit schon verdächtig aussehenden Queries nach verfaulten Überresten sucht.

Und dabei wird Debian vorgeworfen, was es eine Linux Distribution von bleierner Trägheit sei. Geschichte ist wohl die Voraussetzung für einen profunderen Intellekt. Unserer eigene Geschichte und Kultur, welche heute auf dem Medium Internet transportiert wird, ist seine Substanz am abhanden gehen.

Tomáš Pospíšek, 2008-11-27

die Geschichte von kraphit, 3DNetGraph

Ich stelle mir vieles visuell vor. Aus diesem Grund hatte ich Mal die Idee, Netzwerke auch so darzustellen.

Da ich auch Dozent bin und Diplomarbeiten betreue, konnte ich vor Jahren einen Studenten gewinnen, welcher im Rahmen einer Arbeit meine Idee implementierte.

Er hat ein ziemlich fettes Programm abgeliefert, in C++, Qt und OpenGL, nur leider, stürzte das Programm jeweils recht schnell ab.

Fünf Jahre danach, hab ich nach 2 Tagen Debuggen den Grund für die Abstürze gefunden - die GUI Komponenten von Qt3 sind nicht threadsafe - das Programm nach Qt4 portiert, welches diesbezüglich viel besser ist und den Kommunikationsmechanismus der Threads auf den eleganteren Signale/Slots Mechanismus umgestellt.

Jetzt tut's und der Quellcode ist erst noch kürzer. Jah! :-)!

Tomáš Pospíšek, 2008-11-22

Politiker(innen)

Bern wird wählen und ich habe keinen Schimmer wen, weil ich die Politiker schlicht nicht kenne. Also bin ich nach Smartvote.

Smartvote lässt die Kandidaten für die zu besetzenden Ämter eine Liste mit Fragen zu aktuellen politischen Problemen, Sachfragen und Abstimmungen beantworten. Diese gleiche Liste wird einem dann vorgesetzt um zu vergleichen, welcher Kandidat die eigene politische Meinung am besten repräsentiert.

Es ist interessant die Fragen auszufüllen. Die allermeisten gestellten politischen bzw. gesellschaftspolitischen Fragen rufen in mir ein: "ja, weil - andererseits jedoch eher nein weil handkehrum ... hm .. eigentlich müsste man das wissenschaftlich fundiert..." ... wodurch man wohl an dem Punkt angelangt ist, vor welchem Realpolitiker tagein tagaus stehen, nämlich, dass sie mit einem "ja" oder "nein" die Richtung der gesellschaftlichen Entwicklung beeinflussen müssen, ohne dass sie genügend empirische Fakten über die Wirkung einer üblicherweise sehr komplexen Sachfrage haben. ( Nachtrag vom 28.02.09: In seinem Buch hat George Soros das interessante Konzept der Reflexivität für diesen Mechanismus gefunden )

Und der springende Punkt ist wohl, dass diese Sachfragen prinzipiell aufgrund ihrer Aktualität sehr wahrscheinlich meist gar nicht abschliessend oder eindeutig beantwortet werden können.

Insofern tue ich den meisten Politikern wohl jeweils Unrecht, wenn ich hinter ihrem Verhalten und Meinungen jeweils Bösartigkeit oder Dummheit vermute.

Politik ist wohl meistens Gesellschaftspolitik und ist evolutionär und führt uns in eine andere, neue Zukunft...

Tomáš Pospíšek, 2008-11-10

Reinventing the wheel

Damnit! I just want to publish some little thoughts from time to time on the net. Then why must the software to do so be so bloody complicated?

:-(

Thus, frustrated, I did my own blogging "software".

        #!/bin/sh
        #
        # using the very nice "Markup.pl" from
        # http://daringfireball.net/projects/markdown/syntax
        
        block_home=~/doc/interest/block
        block_header=$block_home/head.html
        block_src=$block_home/index.markdown
        block_out=$block_home/index.html
        block_dst=block:web/
        
        vim $block_home/index.markdown
        cat $block_src | markdown > $block_out
        
        prepend () { # header to_file
          header=$1
          to_file=$2
          tmp=`mktemp`
          cat $header $to_file > $tmp
          mv $tmp $to_file
        }
        
        postprocess() {
        
          # replace $sig
          #date=`date -R`
          #signature="Tomáš Pospíšek, $date"
          signature="Tomáš Pospíšek"
          sed --in-place "s/\$sig/$signature/" $block_out
        
          # process $includes
          # http://www.unix.com.ua/orelly/perl/cookbook/ch07_10.htm
          perl -ni -e 'if( /\$include(\s*)"(\S*)"/ ) {
                            print `cat $2`; next; }
                       else {
                            print; }'     $block_out
        
          prepend $block_header $block_out
        }
        
        postprocess
        
        ask_for_confirmation -y "publish?" || exit
        scp $block_out $block_dst
        
        firefox http://tpo.sourcepole.ch
        
        

:-)

Thanks to John Gruber for Markdown.pl and for some of the fine CSS I'm using here.

Tomáš Pospíšek, 2008-11-07

Swisscom Monopolfütterung

Es gab eine Zeit, da ging ein neuer Markt auf: das Internet. Es herrschte Pionierstimmung. Wenigstens so lange, bis die Swisscom fand, da würden wir auch noch gerne einen Teil davon haben und wir werden das (Dial-Up) nun gratis anbieten, sprich aus der Staatsmonopolsteuer quersubventionieren, bis wir die Konkurrenz zu Tode gehungert haben.

Und dann kam ADSL und von jedem Provider welcher ADSL anbot, bekam unser Vetterliwirschafter, gedeckt natürlich durch unsere lieben Interessens-Vertreter-Parlamentarier 90% (?) des Abonements-Geldes. Geil, jeder der ans Internet will blecht der Swisscom.

Machen wir Mal einen Plausibilitätscheck dieser Verschwörungs-Theorie:

Zur Zeit, als das Internet via Dial-Up in Fahrt kam, fielen die Preise für Modems auf die 30 CHF Grenze. Die Preise der notwendigen Geräte auf der Seite des Providers fielen, aufgrund des grösser werdenden Marktes und der wachsenden Zahl der Anbieter, entsprechend auch. Und der Preis für Dial-Up ging gegen Null.

Heute kosten die billigsten ADSL Geräte auf dem freien Markt um die 40 CHF. Wir sind also in einem vergleichbaren Preisbereich angekommen. Was die Preise für Provider-seitige Geräte angeht, bin ich nicht kompetent, ich gehe aber davon aus, dass diese analog gefallen sind. Aber eines ist nun seit Jahren, trotz Innovation, trotz dem Effekt der grossen Zahlen, gleich geblieben: nach wie vor kosten ADSL Anschlüsse ca. 34 CHF pro Monat (und nach wie vor bekommt die Swisscom wohl um die 33 CHF davon, den genauen Anteil kenn ich nicht).

Eine Bekannte von mir ist vielleicht die Hälfte des Jahres nicht in der Schweiz. Und sie ist auch kein intensiver Internet Nutzer. Nun, welche Wahl hat sie wohl? Prähistorischen Analog-Modem Zugang, welcher mitlerweile ebenfalls nicht mehr gratis ist, oder eben, für die Paar Mal, welche sie das Internet nutzt, um die 400 CHF pro Jahrfür ein Monopol-Abo abzudrücken (die Angebote, bei welchen jede Stunde Internet via ADSL mit 1.80CHF verrechnet wird kann ich leider nur als Betrug am unerfahrenen Nutzer empfinden).

Was für eine Verantwortung tragen die Herren Gesetzesgeber in Bern denn, welche die entsprechenden gesetzlichen Grundlagen für diese Staatsrente zugunsten einer einzelnen Firma legen? Haben Sie ein Gewissen, welche Ihnen sagt, dass ~ 400 CHF/Jahr schlicht zu viel ist und somit viele von den Möglichkeiten von Breitband Internet ausschliesst? Oder ist das rein “Interessenvertretung” - wer den Herrn Anwalt Parlamentarier zahlt, der wird vertreten?

Was für ein Ökosystem entstehen könnte, bzw. welche Online Angebote möglich wären, wenn Sie nicht von der Staatsmonopolsteuer auf ADSL gar nicht erst Leben gelassen würden, kann man sich höchstens vorstellen. Sicher wird dem Land damit kein Dienst erwiesen.

Tomáš Pospíšek, 2008-09-08

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